Italienisches Migrationszentrum in Albanien reduziert Personal
Bisher sind in dem ausgelagerten italienischen Migrationszentrum in Albanien keine Flüchtigen aufgenommen worden. Nun wird das Sicherheitspersonal vor Ort drastisch reduziert und weitere Mitarbeiter nach Hause geschickt - Für die italienische Opposition ein gefundenes Fressen.
Bisher sind in dem ausgelagerten italienischen Migrationszentrum in Albanien keine Flüchtigen aufgenommen worden. Nun wird das Sicherheitspersonal vor Ort drastisch reduziert und weitere Mitarbeiter nach Hause geschickt – Für die italienische Opposition ein gefundenes Fressen.
Nach einer deutlichen Reduzierung der Polizeipräsenz in den Zentren Shengjin und Gjader wurde nun bestätigt, dass auch die Sozialarbeiter von „Medihospes“, der Organisation, die für die Verwaltung der italienisch betriebenen Zentren in Albanien verantwortlich ist, nach Italien zurückkehren werden.
Aus Kreisen des Innenministeriums hieß es, dass die Zentren weiterhin in Betrieb bleiben und überwacht werden, auch wenn das Personal gemäß den aktuellen Bedürfnissen reduziert wurde.
Laut den Quellen wurde das Personal bereits von 295 auf 170 reduziert, wobei nur noch sieben Verwaltungsmitarbeiter der Genossenschaft und albanische Mitarbeiter, einschließlich medizinisches Personal, vor Ort verleiben.
Francesca Romana D’Antuono, Stellvertretende Parteivorsitzende von Volt Europa, besuchte am Freitag eines der Zentren in Gjader und sagte gegenüber Repubblica, dass bereits 75 Prozent des Personals abgereist seien. Außerdem hätte keines der Zentren jemals tatsächlich Migranten aufgenommen.
Sowohl der erste als auch der zweite Transfer wurden gestoppt. Die Asylbewerber wurden nach Italien zurückgeschickt, nachdem ein römisches Gericht die Auslagerung ihrer Haft verweigerte und den Fall an den Europäischen Gerichtshof verwies.