IPCC-Chef fordert Übereinstimmung von USA mit EU-Klimazielen [DE]
Die USA sollten nicht weniger als die EU unternehmen, um Treibhausgase zu reduzieren, sagte Rajendra Pachauri, der Friedensnobelpreisträger und Vorsitzende des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen in einem exklusiven Interview mit EURACTIV.
Die USA sollten nicht weniger als die EU unternehmen, um Treibhausgase zu reduzieren, sagte Rajendra Pachauri, der Friedensnobelpreisträger und Vorsitzende des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen in einem exklusiven Interview mit EURACTIV.
Während der Autofahrt und zwischen verschiedenen Auftritten an belgischen Universitäten, forderte Pachauri in einem Interview mit EURACTIV von der Regierung Obamas, aggressiver mit ihren Klimaplänen aufzutreten.
Die Ziele der USA ihre Emissionen bis zum Jahr 2020 auf das Niveau von 1990 zurückzufahren, lägen weit unter denen der EU, so Pachauri. Dies sei führ ihn kein Verhalten, das eine adäquate Führung darstelle.
Der Gewinner des Friedensnobelpreises des Jahres 2007 forderte von den USA einen nationalen Konsens zu finden der nötig sei, um Regierungen weltweit davon zu überzeugen, einen Nachfolger für das Kyoto-Protokoll nächsten Dezember in Kopenhagen zu unterzeichnen.
„Die Gefahr dabei die Verhandlungen aufzuschieben ist, dass dies Mächte stärken könnte, die sich jeder Art von Kompromiss und Wandel widersetzen werden“, so Pachauri. Er fügte hinzu, dass das Versagen der USA zu handeln dazu führen könne, dass der entscheidende Augenblick weltweit verpasst werden könne.
Der indische Staatsbürger Pachauri drängte Industrieländer dazu, den Forderungen von ärmeren Ländern, zu Finanzhilfen zur Anpassung an die Konsequenzen der Klimaänderungen und den Emissionssenkungen zuzuhören.
„Die Entwicklungsländer verlangten nach finanzieller Förderung, die größtenteils für die Anpassung, aber auch für Emissionssenkungen verwendet werden sollen und haben den Zugang zu Technologien gefordert, um dies zu ermöglichen. Um ehrlich zu sein, war die Reaktion von den Industrieländern auf diese Forderung, bisher nicht sehr eindeutig. Es hat noch keinerlei ernsthafte und konkrete Reaktion der Industrieländer gegeben“, erklärte er und betonte, dass ein Anpassungsfond eine „angemessene Summe“ betragen sollte.
Auf die Frage nach dem Umfang der benötigten finaziellen Hilfen, merkte Pachauri an, dass es keine Frage von Zahlen sei, sondern eher, dass man ernsthafte Diskussionen führen sollte, um den richtigen Ansatz zur Finanzierung zu finden.
Pachauri begrüßte auch die Idee von CO2- bzw. so genannte „Tobin“-Steuern, um die Förderungen zum Kampf gegen die globale Erwärmung zu erhöhen. In der Lage zu sein, einen Preis für CO2 festzusetzen, durch den Märkte ein starken Anreiz bekämen, sich in Richtung emissionsarmer Technologie weiterzuentwickeln, sei von entscheidender Bedeutung. „Eine Tobin-Steuer hat viele Vorteile, aber irgendwie hat sie noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdient.“
Strategien gingen Hand in Hand mit einem erhöhten Bewusstsein, sagte Pachauri und lobte den „Greenathon“ der letzten Monat in Indien stattfand. „Ich würde dies Fernsehsendern stark empfehlen. Es hat wirklich dabei geholfen, die Botschaft des Klimawandels klarzumachen.“
Pachauri ist überzeugt, dass jeder seinen Worten Taten folgen lassen sollte. „Wenn wir glauben, dass etwas gegen das Problem getan werden muss, müssen wir Teil der Lösung sein“, sagte er.
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