Illegale Migration via Slowenien nimmt um 75 Prozent zu
Die slowenische Polizei hat in der ersten Jahreshälfte 6.006 Fälle von illegaler Einreise bearbeitet, was einem Anstieg von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die slowenische Polizei hat in der ersten Jahreshälfte 6.006 Fälle von illegaler Einreise bearbeitet, was einem Anstieg von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Dabei stammte die größte Gruppe illegaler Einwanderer aus Afghanistan, deren Zahl sich im Vergleich zum Vorjahr auf 1.316 mehr als verdoppelt hat, wie die jüngsten Polizeistatistiken zeigen.
Pakistanische Staatsangehörige folgten als zweitgrößte Gruppe mit 718 Personen vor den Indien. Die Zahl der Inder:innen stieg von nur 18 in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres auf 473 im Vergleichszeitraum dieses Jahres.
Auch die Zahl der Migrant:innen aus Nepal ist deutlich gestiegen, und zwar von 46 auf 274. Nachdem in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 keine illegalen Migranten aus Kuba oder Burundi registriert wurden, wurden in diesem Jahr 257 beziehungsweise 227 Fälle aus diesen Ländern bearbeitet.
Aus den Polizeistatistiken geht hervor, dass sich die Zahl der Einwanderer, die ihre Absicht bekundeten, einen internationalen Schutzstatus zu beantragen, auf 5.209 fast vervierfacht hat, was vor allem auf einen starken Anstieg der Anträge von Staatsangehörigen aus Afghanistan zurückzuführen ist.
Die Polizei bearbeitete außerdem 6.101 Anträge auf vorübergehenden Schutz, die fast ausschließlich von ukrainischen Staatsbürgern gestellt wurden.
Von den 3.748 eingegangenen Anträgen auf internationalen Schutz wurden 3.356 bearbeitet, davon 98 mit positivem Ergebnis. Vierzig Anträge wurden abgelehnt, und 1.451 wurden zurückgewiesen.
Die slowenische Polizei hat in diesem Zeitraum 1.206 Migrant:innen zurückgeschickt, die meisten von ihnen, 1.115, nach Kroatien.