Hollande kündigt nach Wahlniederlage Reformen an

Nach der Niederlage der französischen Sozialisten bei der Europawahl hat Präsident François Hollande angekündigt, die Reformen in seinem Land voranzutreiben.

Euractiv.de
Frankreichs Präsident François Hollande. Foto: Der Rat der Europäischen Union
Frankreichs Präsident François Hollande. Foto: Der Rat der Europäischen Union

Nach der Niederlage der französischen Sozialisten bei der Europawahl hat Präsident François Hollande angekündigt, die Reformen in seinem Land voranzutreiben.

Es sei seine Pflicht, Frankreich zu erneuern, sagte François Hollande in einer kurzen Fernsehansprache am Montag. Zudem werde er sich bei einem EU-Treffen am Dienstag dafür einsetzen, dass sich die Gemeinschaft auf Wachstum, Arbeitsplätze und Investitionen konzentriere.

Bei der Wahl am Sonntag wurde die europafeindliche Partei Front National mit 25 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft in Frankreich. Hollandes Sozialisten erhielten 14 Prozent und damit so wenig wie noch nie bei einer Europawahl. Auch die konservative UMP schnitt mit 21 Prozent überraschend schwach ab.

Hollandes Premierminister Manuel Valls hatte als Reaktion auf das Wahlergebnis bereits Steuererleichterungen angekündigt. Das Land kämpft gegen eine Arbeitslosenquote von mehr als zehn Prozent und hat sich verpflichtet, den Staatshaushalt zu sanieren. Gegen Sparmaßnahmen gibt es aber im linken Flügel der Sozialisten Widerstand.