Höhere Effizienzstandards für Leuchtmittel und Fernseher in der EU [DE]
Die EU-Mitgliedstaaten haben zwei Vorschläge der Kommission befürwortet, die auf die Senkung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten abzielen und damit zu den Bemühungen der EU zur Reduzierung der Energieverschwendung beitragen sollen.
Die EU-Mitgliedstaaten haben zwei Vorschläge der Kommission befürwortet, die auf die Senkung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten abzielen und damit zu den Bemühungen der EU zur Reduzierung der Energieverschwendung beitragen sollen.
Die Verordnungen, die am 26. September 2008 von einem Sonderausschuss nationaler Experten (Regelungsausschuss) angenommen wurden, werden für die Beleuchtung von Büros, in der Industrie und von Straßen sowie für Set-Top-Boxen, die digitale Fernsehsignale in analoge umwandeln, gelten.
Die Kommission sagt voraus, dass die beiden Maßnahmen – sollte das Parlament Ende des Jahres zustimmen – zu bedeutenden Einsparungen beim Energieverbrauch führen werden. Der Stromverbrauch der Leuchtmittel soll um 15% reduziert werden und damit zu Einsparungen führen, die dem jährlichen Stromverbrauch Rumäniens entsprechen. Die Set-Top-Boxen sollen unterdessen bis 2014 dreimal weniger Strom verbrauchen, erklärte die Kommission in einer Mitteilung.
Diese Maßnahmen seien ein konkreter Beitrag zur Erreichung der Energieeffizienz-Ziele der EU. Sobald sie in Kraft seien, würden sie den Energieverbrauch, die CO2-Emissionen und die Abhängigkeit von anderen Ländern in bedeutendem Maße und kostenwirksam senken, erklärte Energie-Kommissar Andris Piebalgs.
Die Verordnungen sind Teil der Durchführungsmaßnahmen, die in der Rahmenrichtlinie über die Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte dargelegt werden. In der Rahmenrichtlinie wird gefordert, dass über Verbesserungen bei der Energieeffizienz fallweise in einem Ausschuss nationaler Experten aus dem Technikbereich entschieden werden soll.
Nach der Annahme durch das Parlament, erwartet die Kommission für Januar 2009 eine formelle Annahme der Verordnungen durch die Mitgliedstaaten. Es wird davon ausgegangen, dass Brüssel in den nächsten Monaten noch weitere Durchführungsmaßnahmen für energiebetriebene Produkte beispielsweise für Leuchtmittel in privaten Haushalten vorschlagen wird.