"Historische" Inflationsrate in Spanien durch steigende Energiepreise

Die Inflationsrate in Spanien hat ein "historisches" Niveau erreicht, das vor allem auf die hohen Energiepreise zurückzuführen ist, bestätigte das Nationale Institut für Statistik (INE) am Mittwoch.

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Die Preise in Spanien sind im März um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, die höchste Rate seit Mai 1985, berichtete das spanische Statistikamt. Dies ist vor allem auf den jährlichen Anstieg der Stromkosten und die steigenden Kosten für Kraftstoff und Lebensmittel zurückzuführen.

Die Inflationsrate in Spanien hat ein „historisches „Niveau erreicht, das vor allem auf die hohen Energiepreise zurückzuführen ist, wie das Nationale Institut für Statistik (INE) am Mittwoch (13. April) bestätigte.

Die Preise in Spanien sind im März um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, die höchste Rate seit Mai 1985, berichtete das spanische Statistikamt. Dies ist vor allem auf den jährlichen Anstieg der Stromkosten und die steigenden Kosten für Kraftstoff und Lebensmittel zurückzuführen.

Der vom INE ermittelte Verbraucherpreisindex (VPI) blieb im Vergleich zu dem von der offiziellen Institution am 30. März veröffentlichten vorläufigen Wert unverändert und lag 2,2 Punkte über dem Wert vom Februar, der sich auf 7,6 Prozent belief, berichtete EURACTIVs Partner EFE.

Ohne Berücksichtigung der jüngsten Steueränderungen im Land lag die Inflation im Jahresvergleich bei 10,7 Prozent, so der konstante Steuerindex des INE.

Die Strompreise in Spanien sind im Jahresvergleich um 107,8 Prozent gestiegen. Ohne die jüngsten von der Regierung genehmigten Steuererleichterungen für Strom zu berücksichtigen, würde der Anstieg nach INE-Berechnungen jedoch 137,9 Prozent betragen.

In Spanien war die Energie im vergangenen Jahr für etwa die Hälfte der gesamten Inflation verantwortlich, und für den Rest des Jahres sieht die Lage nach Ansicht von Expert:innen düster aus.

Die Stiftung Fundación de Cajas de Ahorro (Funcas) hat kürzlich vorausgesagt, dass die durchschnittliche Inflationsrate für 2022 als direkte Folge des Ukraine-Konflikts um ein bis zwei Punkte stärker ansteigen wird, als sie vorhergesagt hatte: Von den bisher geschätzten 4,6 Prozent werde sie bis zum Ende des Jahres auf 5,6 bis 6,5 Prozent ansteigen, so Funcas.

Wenn sich der Krieg in der Ukraine zuspitzt und der Preisanstieg länger als erwartet anhält, werde das Wachstum der spanischen Wirtschaft „deutlich“ zurückgehen, warnte Funcas.