Hedegaard für Energiesteuer
EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard befürwortet eine Energiesteuer in Europa. Kritik am Weltklimarat weist sie zurück.
EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard befürwortet eine Energiesteuer in Europa. Kritik am Weltklimarat weist sie zurück.
Sie sei überzeugt, dass "Energiesteuern zu den Instrumenten gehören, die wir in der EU zum Klimaschutz einsetzen sollten", sagte die Dänin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dafür sollten die Steuern auf Arbeit gesenkt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit mit Ländern zu verbessern, die Arbeit nicht versteuern.
Statt der Arbeitssteuern wäre es "weitaus klüger, ein System zu installieren, in dem ein Spitzen-Steuersatz für die Bereiche gilt, die schädlich für das Gemeinwohl sind, etwa hoher Energieverbrauch", sagte die konservative Politikerin der Zeitung. Eine Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke will sie nicht verteufeln, hält sie aber auch nicht für günstig. Atomkraft sei "eine sehr teure Alternative", sagte Hedegaard.
"Wärmster Januar der Geschichte"
Kritik am Weltklimarat IPCC wegen angeblich fehlerhaften Studien hält sie für "völlig unbegründet und unfair". Es gebe keinen Zweifel an dessen fundierten Ergebnissen. Der in Europa als besonders kalt empfundene Januar sei weltweit gesehen der "wärmste Januar der Geschichte", betonte die Kommissarin.
dpa/awr
Links / Dokumente
EU-Kommission: Webseite der Klimakommissarin Connie Hedegaard
EU-Kommission: The fight against climate change Challenges and goals. Rede (25. März 2010)