Haben Unternehmen zu starken Einfluss auf die EU-Politik? [DE]

Zivilgesellschaftliche Gruppen werfen der Kommission vor, sich zu sehr von Geschäftsinteressen steuern zu lassen. Die Unternehmen dahingegen sind der Auffassung, die Kommission nehme immer noch zu wenig Rücksicht auf ihre Interessen. 

Zivilgesellschaftliche Gruppen werfen der Kommission vor, sich zu sehr von Geschäftsinteressen steuern zu lassen. Die Unternehmen dahingegen sind der Auffassung, die Kommission nehme immer noch zu wenig Rücksicht auf ihre Interessen. 

NGOs unter der Leitung der beiden Gruppen Alliance for Lobbying Transparency and Ethics Regulation at the EU (ALTER-EU) und Seattle to Brussels Network (S2B) haben am 16. Oktober 2006 die Ergebnisse eines Berichts vorgelegt, der den Beweis erbringen will, dass Lobbyisten sehr starken Einfluss auf die EU-Gesetzgebung ausüben, vor allem im Bereich Handel und Industrie. Dieser Einfluss hat nach Ansicht der NGOs negative Auswirkungen auf die Bereiche soziale Gerechtigkeit, Umwelt und Armutsbekämpfung. 

Bei dem jährlich stattfindenden UNICE Day am 17. Oktober 2006 werden die Vertreter der europäischen Wirtschaft dennoch der Kommission nahe legen, in Zukunft mehr Rücksicht auf die Position der Unternehmen zu nehmen, wenn sie ihre Gesetzesentwürfe vorbereitet.