Gutes Geschäftsklima sorgt für Optimismus in Deutschland und Europa [DE]

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft blieb auch im August gut. Dennoch sind die Erwartungen für die kommenden Monate weniger optimistisch. 

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft blieb auch im August gut. Dennoch sind die Erwartungen für die kommenden Monate weniger optimistisch. 

Der Geschäftsklimaindex des Münchner IFO-Instituts zeigt, dass die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im zweiten Monat in Folge leicht zurückgegangen ist. Der Index sank von 105,6 Punkten im Vormonat auf 105 Punkte im August. Der Rückgang war jedoch geringer als von manchen Volkswirten befürchtet. Die Zahlen basieren auf einer Befragung von 7000 Unternehmen.

Der Geschäftsklimaindex war im Juni 2006 auf ein Rekordhoch geklettert. Dieses war auf den gesteigerten Umsatz während der Fußball-WM zurückzuführen. Wachsende Bedenken hinsichtlich des abnehmenden globalen Wachstums, der Bedrohung durch Terror, der hohen Ölpreise und der Erhöhung der deutschen Mehrwertsteuer haben die unmittelbaren Aussichten auf Wirtschaftswachstum gedämpft.

Die Studie ist dennoch eine positive Überraschung, nachdem Zahlen des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gezeigt hatten, dass das Vertrauen der Anleger in die deutsche Wirtschaft auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gesunken war. Dies hatte die Befürchtung geweckt, die deutsche und europäische Wirtschaft stünde vor einem Abschwung (siehe EURACTIV 23. August 2006). 

„Viele dachten der Aufschwung sei schon wieder vorüber“, sagt Dirk Schumacher, Volkswirt bei Goldman Sachs. „Der Ifo-Geschäftsklimaindex für August zeigt, dass die Wirtschaft auch im dritten Vierteljahr weiter wachsen wird.

Nach Bekanntgabe der optimistischen Ifo-Studie ist der Euro gestiegen und es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank noch vor Ausgang des Jahres die Zinsen weiter erhöhen wird.