Gut durchdachte Bildung entscheidend für Kreativität [DE]
Barrieren zwischen Kunst und Wissenschaft niederzureißen ist wesentlich laut Damini Kumar, Dozent an der National University of Ireland und Botschafter des Europäischen Jahrs der Kreativität und Innovation, wenn Europa erfindungsreiche Absolventen hervorbringen soll.
Barrieren zwischen Kunst und Wissenschaft niederzureißen ist wesentlich laut Damini Kumar, Dozent an der National University of Ireland und Botschafter des Europäischen Jahrs der Kreativität und Innovation, wenn Europa erfindungsreiche Absolventen hervorbringen soll.
Kumar, die einen Abschlusskurs in Produktdesign leitet und selbst Ingenieurin ist, glaubt Studenten werden in Schubladen gesteckt, anstelle dazu ermutigt zu werden wissenschaftliche und künstlerische Fächer zu verfolgen.
„In den Schulen müssen die Barrieren zwischen Wissenschaft und Kunst nieder gebrochen werden. Als ich in der Schule war haben sie die Schüler in diese Schublade gesteckt, denn sie konnten nicht akzeptieren, dass man genauso gut in Kunst sein konnte“, sagte Kumar.
Sie sagte Kreativität sei ein wichtiger Teil aller Disziplinen und es sei ein grundlegender Fehler, künstlich das Lernen in Wissenschaft und kreative Kunst einzuteilen. „Je mehr feldübergreifende Bildung man erhält, desto besser ist man im Problemlösen“. Kumar schlägt vor, dass Module im kreativen Denken auch helfen würden innovatives Denken in jeden Schritt im Leben zu bringen.
„Meine stärksten Fächer waren Mathematik, Kunst und Physik, ich musste mich also in frühem Alter entscheiden ob ich den Kunstweg oder den wissenschaftlichen Weg gehen wollte – es gab keine Möglichkeit beides zu vereinen. Also nahm ich einen Abendkurs in Kunst. Kindern eine ganzheitliche Bildung zu geben ist essentiell“, sagte sie.
Stereotypen von Männern in weißen Laborkitteln haben junge Menschen entmutigt, vor allem Mädchen, Ingenieurswesen oder Wissenschaft in der Schule und an der Universität zu studieren, laut Kumar. Studenten neigen dazu Ingenieure nicht mit glanzvoller Arbeit zu verbinden, trotz der zentralen Rolle von Erfindern und Wissenschaftlern, Lösungen für alltägliche Probleme zu finden.
Zu Beginn dieses Jahres initiierte Kumar einen Wettbewerb für Gymnasiasten in Irland, ihnen dabei zu helfen, Unternehmergeist anzuregen. Schüler wurden dazu eingeladen mit jeder Erfindung anzukommen, die ihre Schultage leichter machen würde.
Die Kreativitätsbotschafterin sagte, der Erfindungsreichtum sein ermutigend gewesen, aber manche Schüler sagten, sie seien vorher noch nie dazu ermuntert worden, kreativ zu sein. Sie hofft den Wettbewerb, der sich „Imaginate“ nennt, europaweit auf den Markt bringen zu können und wird ihr Betätigungsfeld nächstes Jahr auch auf Grundschulen ausweiten.
Die Botschafter für Kreativität und Innovation sind derzeit gerade dabei ein Manifesto zu Ende zu bringen, welches im Herbst herausgebracht werden wird. „Mein Beitrag war in Teilen auf Kreativität und Innovation in der Bildung bezogen und auch die Rollenanordnung wird in unserer Zukunft angewendet werden müssen“, sagte Kumar.
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