Großstädte übernehmen Führung bei "grüneren" Fahrzeugen [DE]
Der Bürgermeister von New York hat angeordnet, dass alle Taxis der Stadt bis 2012 in kraftstoffeffiziente Fahrzeuge umgebaut werden sollen. Dies soll ein Zeichen dafür sein, dass das Verständnis von Energiekonsum in den USA einen "Klimawandel" erlebt.
Der Bürgermeister von New York hat angeordnet, dass alle Taxis der Stadt bis 2012 in kraftstoffeffiziente Fahrzeuge umgebaut werden sollen. Dies soll ein Zeichen dafür sein, dass das Verständnis von Energiekonsum in den USA einen „Klimawandel“ erlebt.
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New Yorker Taxis werden umweltfreundlicher
Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg kündigte am 22. Mai 2007 an, die 13 000 Taxis der Stadt gegen gas- und strombetriebene Fahrzeuge austauschen zu wollen.
Momentan bewegen sich 375 dieser Hybridfahrzeuge in den Straßen der Stadt, aber diese Zahl soll bis Oktober 2008 auf 1000 erhöht werden. Weitere 20% der Autos sollen jährlich bis 2012 ausgetauscht werden. Die Stadt arbeite auch an der Einführung von hybriden Bussen, Müllfahrzeugen und Autos, sagte der Bürgermeister.
Der Plan, von dem erwartet wird, die CO2-Emissionen der New Yorker Taxis und Mietwagen in den nächsten zehn Jahren um die Hälfte bzw. 215 000 Tonnen zu senken, ist Teil von Bloombergs umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie, welche zum Ziel hat, die CO2-Emissionen bis 2030 um 30% zu senken.
Die Strategie könnte auch die Einführung einer Staugebühr für Autofahrer umfassen, welche die verkehrsreichsten Teile Manhattans befahren wollen, ähnlich dem Londoner Vorgehen. Dies kündigte Bloomberg im April 2007 an.
Die Umstellung der Taxis auf hybride Fahrzeuge bis 2012 scheint insofern ein realistisches Ziel zu sein, als die durchschnittliche Lebensdauer eines New Yorker Taxis bei drei bis fünf Jahren liegt.
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Unterschiedlich starker Ehrgeiz
Ford Crown Victoria, das Zugpferd der Taxibranche, erreicht lediglich 14 Meilen pro Gallone (entspricht 17 Liter auf 100 Kilometer). Ab Oktober 2008 werden alle neuen Fahrzeuge aber mindestens 25 Meilen pro Gallone (entspricht einem Maximum an 9,4 Litern auf 100 Kilometer) vorzuweisen haben. Ein Jahr später werden alle neuen Fahrzeuge 30 Meilen pro Gallone (7,7 Liter auf 100 Kilometer) erreichen müssen, es sei denn, es handelt sich um hybride Wagen.
Der Plan ist dennoch weniger ehrgeizig als das Vorhaben der EU, die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller Neuwagen bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer zu senken – ein Ziel, dass einem Kraftstoffverbrauch von nur 4,5 Litern auf 100 Kilometern bei Dieselfahrzeugen und 5 Litern auf 100 Kilometer bei benzinbetriebenen Wagen entspricht.
Bloombergs Intention ist es jedoch, die vorhandenen Taxis zu ersetzen, was die Auswirkungen der Maßnahme im Vergleich zu Europa beschleunigen wird. In der EU werden alte, umweltschädlichere Fahrzeuge wahrscheinlich für mindestens zehn weitere Jahre im Betrieb bleiben.
- Wasserstoffautos – noch immer eine zukunftsfähige Lösung?
Am 22. Mai 2007 hat eine Gruppe von britischen Wissenschaftlern angekündigt, dass die weitverbreitete Übernahme von umweltfreundlichen Wasserstofffahrzeugen dank eines Durchbruchs in der Lagertechnik beschleunigt werden könnte. Dies würde ermöglichen, genug Wasserstoff an Bord von brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugen zu lagern, so dass diese mehr als 300 Meilen fahren könnten, ohne nachtanken zu müssen.
Die Frage der Lagerung war eine der größten Aufgaben für die Marketingkampagnen zugunsten von Brennstoffzellenfahrzeugen. Nichtsdestotrotz müssen weitere Herausforderungen noch immer gelöst werden, wie zum Beispiel der Fakt, dass auf Wasserstoff basierende Transportsysteme ein Netzwerk an Tankstellen benötigen, deren Errichtung Unsummen von Geld kosten würde (siehe Linksdossier über Wasserstoff- und Brennstoffzellen).