Großbritannien fordert Emissionsgrenzen für Straßen- und Schienenverkehr [DE]
Der britische Umweltminister David Miliband wird am 5. März 2007 vermutlich die Einbeziehung des Straßen- und Schienenverkehrs in die nächste Phase des Emissionshandelssystems für CO2 befürworten. Dies geschieht im Rahmen der neuen britischen Initiative, eine „Post-Erdöl-Volkswirtschaft“ zu schaffen.
Der britische Umweltminister David Miliband wird am 5. März 2007 vermutlich die Einbeziehung des Straßen- und Schienenverkehrs in die nächste Phase des Emissionshandelssystems für CO2 befürworten. Dies geschieht im Rahmen der neuen britischen Initiative, eine „Post-Erdöl-Volkswirtschaft“ zu schaffen.
Im Vorfeld des Europäischen Rates am 8. und 9. März hat der britische Minister deutlich gemacht, dass er die Ausweitung des Emissionshandelssystems befürwortet. Großbritannien wird voraussichtlich nicht das eigene Ziel, die Emissionen bis 2010 um 20% zu reduzieren erreichen, und in keinem Sektor steigt der Ausstoß schneller als im Verkehrssektor – zwischen 1990 und 2004 stiegen die Emissionen um 10% und machen jetzt insgesamt 24% des Gesamtausstoßes in Großbritannien aus.
Der Umweltminister befürwortet eine Ausweitung des Emissionshandelssystems auf mehr Sektoren, eine größere Anzahl von Treibhausgasen und einen längeren Zeitraum. Außerdem befürwortet Miliband die Möglichkeit, mehr Zertifikate zu versteigern, so die Financial Times.
Miliband wird bei seiner Rede an der Cambridge University voraussichtlich erklären, dass die Zeit reif dafür sei, dass Großbritannien anfange einzuschätzen, was es bedeuten würde, im Laufe eines Zeitraums von 15 bis 20 Jahren, eine post-Erdöl-Wirtschaft zu schaffen. Er wird voraussichtlich bei dem Treffen der EU-Staats und Regierungschefs am Donnerstag die Schaffung neuer Politikinstrumente fordern, um den Klimawandel zu bewältigen.
Im Lichte der bevorstehenden „humanitären Katastrophe“ durch die Erderwärmung, wird Miliband den verstärkten Einsatz neuer Technologien, wie CO2-Abscheidung und –Speicherung, Biokraftstoffe und Elektroautos fordern.
Nichtsdestotrotz kommt eine unabhängige wissenschaftliche Studie des Umweltinstituts des University College London über die britische Klimapolitik zu dem Ergebnis, dass die britische Regierung das Ziel verfehlen wird, die CO2-Emissionen bis 2020 um 30% zu reduzieren. Laut der Studie, wird dieses Ziel voraussichtlich erst 2050 erreicht werden.