Griechische Feuerwehr erzielt Fortschritte im Kampf gegen Waldbrände

Die abgeschwächte Windstärke erleichtere die Löscharbeiten.

AFP
[Yannis Andritsopoulos/Anadolu via Getty Images]

Feuerwehrkräfte in Griechenland haben am Donnerstag Fortschritte im Kampf gegen einen Waldbrand nahe der drittgrößten Stadt Patras erzielt. Gleichzeitig waren Löschflugzeuge an drei weiteren Fronten im Einsatz.

Die Lage in dem wichtigsten Fährhafen nach Italien habe sich nach einem nächtlichen Einsatz deutlich verbessert, erklärte Feuerwehrsprecher Vassilis Vathrakogiannis in einer Fernsehansprache.

In Patras gebe es noch „vereinzelte Brandherde“, das Feuer sei jedoch „weiter aktiv“ an den östlichen Stadträndern der mehr als 200.000 Einwohner zählenden Metropole, so Vathrakogiannis.

Nach Angaben des Athener Nationalobservatoriums, gestützt auf Daten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, haben die laufenden Brände in der Region Patras, auf der Ägäis-Insel Chios, auf Zakynthos im Ionischen Meer sowie in der Nähe der westgriechischen Stadt Preveza bereits über 10.000 Hektar Land zerstört.

Die Polizei nahm einen 25-Jährigen fest, der verdächtigt wird, einen der vier Brände entfacht zu haben, die am Dienstag in der Umgebung von Patras ausgebrochen waren.

Am Mittwoch waren ein Kinderkrankenhaus und ein Seniorenheim vorsorglich evakuiert worden, nachdem die Flammen bedrohlich nahe an die Stadt herangerückt waren.

Als das Feuer am Dienstagabend die Außenbezirke von Patras erreichte, brannte ein Zoll-Abschlepphof vollständig aus. Mehr als 500 Fahrzeuge wurden dort zerstört.

Waldbrände in Griechenland greifen inzwischen regelmäßig auch auf städtische Gebiete über, erklärte Alexandros Dimitrakopoulos, Forstwissenschaftler an der Aristoteles-Universität Thessaloniki, im staatlichen Fernsehen ERT. „Wir haben es seit 2021 im Großraum Athen erlebt, nun auch in Patras.“

Weitere größere Feuer wüteten am Donnerstag weiterhin auf Zakynthos, auf Chios und nahe Preveza, so der Feuerwehrsprecher.

Rund 600 Einsatzkräfte am Boden sowie knapp 30 Löschflugzeuge seien seit Tagesanbruch in allen betroffenen Regionen im Einsatz gewesen.

Die abgeschwächte Windstärke erleichtere die Löscharbeiten.

Griechenland kämpft in diesem Sommer mit mehreren schweren Waldbränden bei hohen Temperaturen. Wissenschaftler sehen den Klimawandel als Ursache für die zunehmende Häufigkeit und Intensität der Feuer.

(jl)