Google wegen Tracking von Nutzern verklagt

Google soll angeblich seine Nutzer tracken - und zwar permanent, trotz ausgeschalteter Lokalisierungsfunktion. Nun wurde das Unternehmen daher verklagt.

Euractiv.de
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Laut Anklageschrift registriert Google den Standort seiner Nutzer auch, wenn die entsprechende Funktion ausgeschaltet ist. [Shutterstock]

In den USA ist Klage gegen Google eingereicht worden, da der Standort von Handynutzern angeblich durchgegend aufgezeichnet wird.

Der Vorwurf gegenüber dem Unternehmen: selbst wenn die Option “Location History” deaktiviert sei, würde Google den Standortverlauf der Nutzer speichern, heißt es in dem Dokument. Hauptziel von Google sei es, Handynutzer “heimlich zu überwachen” und dies auch dritten Parteien zu erlauben. Angestrebt wird eine Sammelklage.

Google wollte sich am Montag nicht dazu äußern. Auch von der Kanzlei, die den Kläger aus San Diego vertritt, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Klage wurde am Freitagabend im Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Angestrebt werden Schadenersatzzahlungen in nicht genannter Höhe sowie eine Sammelklage. Google äußerte sich zunächst nicht.

Google-Apps wie Google Maps sammeln einem früheren Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge Standortdaten von Nutzern, obwohl eine klar benannte Option deaktiviert wurde. Selbst wenn die Option “Location History” ausgeschaltet ist, wertet Google demnach den Standort des Nutzers aus und speichert diesen.