Gewerkschafter werfen EZB Vetternwirtschaft vor
Vertreter der EZB-Mitarbeiter beklagen das Ja-Sagertum in der Europäischen Zentralbank. Anzeichen für eine Finanzkrise könnten so übersehen werden.
Vertreter der EZB-Mitarbeiter beklagen das Ja-Sagertum in der Europäischen Zentralbank. Anzeichen für eine Finanzkrise könnten so übersehen werden.
Eine Umfrage hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass 65 Prozent der EZB-Mitarbeiter Beziehungen als wichtigsten Faktor für eine Karriere in der Zentralbank betrachten. Bowles beklagte nun, wenn die Wahl nicht auf den besten Bewerber falle, werde der erfolgreiche Kandidat wohl auch nicht die besten Entscheidungen treffen. Sein Kollege verwies darauf, dass viele Angestellte der EZB eine Probezeit von drei oder fünf Jahren hätten. Es sei riskant, wenn die Mitarbeiter deswegen „unterwürfig“ würden.
Der für Personalfragen zuständige EZB-Manager Michael Diemer verteidigte in der Anhörung die Strategie der Behörde. Die Zentralbank fördere Vielfalt und gehe auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter ein. Allerdings räumte er auch ein: „Wir wissen, dass mehr getan werden könnte und sollte.“