Gewerkschaften und NGOs fordern mehr EU-Engagement für nachhaltige Entwicklung [DE]
Auf einer Konferenz, organisiert vom Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB), der Sozialen Plattform, Umwelt-NGOs und dem Europäischen Umweltbüro (EUB) wurde die EU aufgefordert, soziale und umweltpolitische Ziele ins Zentrum der Lissabon-Strategie zu stellen.
Auf einer Konferenz, organisiert vom Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB), der Sozialen Plattform, Umwelt-NGOs und dem Europäischen Umweltbüro (EUB) wurde die EU aufgefordert, soziale und umweltpolitische Ziele ins Zentrum der Lissabon-Strategie zu stellen.
Mit der Lissabon-Strategie und der Strategie für nachhaltige Entwicklung sollen politische Antworten auf die Herausforderungen der zunehmenden Globalisierung gefunden werden, wie etwa:
- Die Abnahme der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie im Vergleich zu neuen aufstrebenden wirtschaftlichen Supermächten wie z.B. China oder Indien
- der hieraus folgende zunehmende Druck auf Beschäftigung und Jobs sowie die Notwendigkeit struktureller Reformen der europäischen Sozialsysteme
- die Alterung der europäischen Bevölkerung
- zunehmende Risiken für Gesundheit und Lebensqualität
- zunehmendes Risiko einer Erschöpfung natürlicher Ressourcen
Sowohl für die europäischen als auch die nationalen führenden Politiker ist es nicht einfach, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen beiden Strategien zu finden. Obwohl die beiden Strategien immer als komplementär dargestellt worden sind („win-win-situation“), sieht die Wirklichkeit etwas anders aus. Politische Maßnahmen, welche die Wettbewerbsfähigkeit fördern sollen und dringend notwendige sozialwirtschaftliche Reformen einführen, kollidieren häufig mit der Ziel der Wahrung des europäischen Wohlfahrtssystems (soziale Kohäsion). Ein ebenso großes Problem ist die Notwendigkeit, wirtschaftliches Wachstum mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen in Einklang zu bringen.