Gesetzgeber billigen Irlands erstes CO2-Budget
Irlands Abgeordnete haben das erste CO2-Budget des Landes verabschiedet, das die Treibhausgasemissionen bis 2030 gesetzlich begrenzt.
Irlands Abgeordnete haben das erste CO2-Budget des Landes verabschiedet, das die Treibhausgasemissionen bis 2030 gesetzlich begrenzt.
Der Widerstand war so gering – weniger als 10 Abgeordnete waren dagegen -, dass eine formelle Abstimmung im Parlament nicht erforderlich war, um die Maßnahme zu verabschieden.
Die Budgets sind ein wesentlicher Bestandteil des Klimaaktionsplans 2021 des Landes, in dem sich das Land verpflichtet, die CO2-Emissionen bis zum Ende des Jahrzehnts um 51 Prozent gegenüber dem Stand von 2018 zu senken und den Weg zu Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 einzuschlagen.
Im ersten Budgetzyklus, der bis 2025 läuft, werden die Emissionen auf 295 Millionen Tonnen begrenzt, was einer durchschnittlichen Gesamtreduktion von 4,8 Prozent entspricht. Von 2026 bis 2030 wird diese Zahl auf 200 Millionen Tonnen sinken, was einer Verringerung um 8,3 Prozent gleichkommt. Im dritten Zyklus, von 2031 bis 2035, wird die Obergrenze bei 151 Millionen Tonnen liegen – eine Verringerung um 3,5 Prozent.
Die Budgets werden nun weiter in sektorale Emissionshöchstgrenzen aufgeschlüsselt, die laut Minister Ossian Smyth der Regierung bis Ende Juni vorgelegt werden sollen und „festlegen, wie jeder Wirtschaftssektor zur Erreichung der Kohlenstoffbudgets beitragen wird.“
Der Verabschiedung des Antrags ging eine lange Debatte voraus, in der mehrere Abgeordnete Bedenken äußerten, dass die Klimapolitik der Regierung unzureichend sei.
Die Labour-Abgeordnete Ivana Bacik merkte an, dass der Anfang dieser Woche veröffentlichte Klimabericht der Weltklimarats (IPCC) zwar ein verbleibendes Drei-Jahres-Fenster zur Erreichung der globalen Umweltziele skizziere, es aber „ein gewisses Zurückstecken unserer Reduktionen zwischen 2025 und 2030“ gebe.
„Ich sehe ein, dass dies dazu dient, die Einführung neuer Politiken und Praktiken zu erleichtern, aber auch hier müssen wir einen größeren Sinn für die Dringlichkeit in diesen Budgets erkennen“, sagte sie.
Zudem schloss sie: „Wir wissen, dass die Auswirkungen der globalen Erwärmung kumulativ sind, sodass wir schlechter dastehen werden, wenn wir jetzt nicht schnell handeln.“