Gabriel fordert neues Hilfsprogramm für Griechenland
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ünerstützt das Interesse Athens an neuen Hilfsprogrammen. Russlands Präsident Wladimir Putin will mit Tsipras unterdessen über eine engere Kooperation beider Länder sprechen.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ünerstützt das Interesse Athens an neuen Hilfsprogrammen. Russlands Präsident Wladimir Putin will mit Tsipras unterdessen über eine engere Kooperation beider Länder sprechen.
Griechenland will nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit den europäischen Partnern über ein neues Hilfsprogramm sprechen.
Laut Finanzminister Yanis Varoufakis gehe es nicht darum, kein Programm mehr zu haben, sagte Gabriel am Donnerstag nach einem Treffen mit dem griechischen Politiker. Vielmehr müsse bis zum 28. Februar eine kurz- oder mittelfristige Vereinbarung stehen. Keiner wisse aber, ob man sich einigen könne. „Aber ein Programm muss es geben.“
Gabriel betonte, bei allem Willen zur Hilfe dürfe Griechenland seine Probleme nicht zulasten seiner Partner abwälzen. Varoufakis machte bei dem gemeinsamen Auftritt deutlich, dass Griechenland „nicht in einem Geiste des Konflikts“ seine europäischen Partner angehe. Es gehe um einen Neustart der Anti-Krisen-Politik.
Russland will Tsipras Hilfe anbieten
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nach Moskau eingeladen.
Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte am Donnerstag, der Präsident habe die Einladung in einem Telefonat mit Tsipras ausgesprochen.
Die russische Regierung hatte Griechenland signalisiert, dem Land gegebenenfalls finanziell unter die Arme greifen zu können. Griechenlands Finanzminister Varoufakis hatte jedoch in einem Interview mit der Wochenzeitung „Zeit“ gesagt: „Wir werden niemals in Moskau um Finanzhilfe nachsuchen.“
In dem Telefonat hätten Putin und Tsipras die Möglichkeiten einer engeren Kooperation der beiden Länder in den verschiedensten Sektoren diskutiert, hieß es in einer Stellungnahme von Tsipras Büro. Insbesondere sei es um die Bereiche Wirtschaft, Energie, Tourismus, Kultur und Transport gegangen. In dem Gespräch sei es auch um die Ukraine-Krise gegangen. Putin habe den 9. Mai als Termin vorgeschlagen.