G7-Gipfel: Italien warnt vor steigender Terrorgefahr
Beim G7-Treffen der Innenminister in Süditalien warnte Italiens Innenminister Matteo Piantedosi vor den wachsenden Risiken durch internationale Konflikte. Insbesondere die Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine könnten das Risiko von Terroranschlägen deutlich erhöhen.
Beim G7-Treffen der Innenminister in Süditalien warnte Italiens Innenminister Matteo Piantedosi vor den wachsenden Risiken durch internationale Konflikte. Insbesondere die Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine könnten das Risiko von Terroranschlägen deutlich erhöhen.
Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine „tragen zu einer wachsenden Polarisierung in unseren Gesellschaften bei und erhöhen das Risiko, dass Einzelpersonen gewaltbereite Ideologien annehmen und Terrorakte auf unserem Boden begehen. Wir können es uns nicht leisten, unvorbereitet zu sein“, sagte Innenminister Matteo Piantedosi in seiner Eröffnungsrede zum Beginn des Gipfels.
„Es gibt keinen Alarm, aber eine erhöhte Wachsamkeit“, fügte der Minister hinzu.
Das G7-Treffen der Innenminister in der süditalienischen Stadt Mirabella Eclano konzentrierte sich in der Morgensitzung auf die Bedrohungen, die durch internationale Krisen entstehen, vorwiegend durch die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine.
An dem Gipfel nehmen die Innenminister aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, dem Vereinigten Königreich und den USA teil, ebenso wie Vizepräsidentin und EU-Innenkommissarin Ylva Johansson und Vertreter von Interpol.
In den Diskussionen wurde die „vollständige Übereinstimmung“ zwischen den Ministern, der Europäischen Kommission und internationalen Organisationen hinsichtlich der Bedeutung einer „Stärkung einer gemeinsamen Strategie zur Verhinderung gewaltsamer Handlungen, die durch laufende Radikalisierungsprozesse angeheizt werden“, hervorgehoben. Besonderer Wert wurde auf „den Austausch von Informationen gelegt, um potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen“.
Am Freitagmorgen wird der Fokus auf Migrationsfragen gelegt. Laut einem Interview von Piantedosi am Donnerstagmorgen könnte der G7-Gipfel „eine Gelegenheit sein, die europäischen Staaten einer gemeinsamen Politik zur Kontrolle der Migrationsströme näherzubringen, insbesondere durch die Eröffnung legaler Einwanderungskanäle und die kompromisslose Bekämpfung von Schleusern“.
Der Freitag wird ein entscheidender Tag sein, angesichts der jüngsten Spannungen zwischen europäischen Ländern in Bezug auf Grenzfragen.
Auch die Minister aus Algerien und Libyen, der stellvertretende Minister Tunesiens, der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen und der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM) werden anwesend sein.
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[Bearbeitet von Kjeld Neubert]