Für NATO-Gipfel in Vilnius: Deutschland stellt Patriot-Luftabwehrsystem

Wie die litauischen Streitkräfte am Donnerstag (29. Juni) mitteilten, verlegt Deutschland zur Vorbereitung des NATO-Gipfels das Langstrecken-Luftabwehrsystem Patriot nach Vilnius.

LRT
German army Patriot Unit in Slovak Sliac airbase
Das ESSI-Programm wurde von Deutschland nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine im Jahr 2022 initiiert. Die Mitglieder des Programms erklärten ihre Absicht, gemeinsam Verteidigungsausrüstung zum Schutz ihres Luftraums zu kaufen. Mit den beiden neuen Ländern erhöht sich die Zahl der Mitglieder auf 19, darunter Großbritannien und die Niederlande, aber nicht Frankreich.

Wie die litauischen Streitkräfte am Donnerstag (29. Juni) mitteilten, verlegt Deutschland zur Vorbereitung des NATO-Gipfels das Langstrecken-Luftabwehrsystem Patriot nach Vilnius.

„Es ist das erste Mal, dass das Patriot-System in Litauen Kampfaufgaben wahrnimmt. Auf der Grundlage kollektiver Entscheidungen wird der Einsatzort mit einer Besatzung der Bundeswehr besetzt, die das reibungslose Funktionieren des Systems sicherstellen wird“, hieß es in der Erklärung.

Nach Angaben der Streitkräfte werden im Vorfeld des Gipfels weitere Kampffähigkeiten einsatzbereit in Litauen stationiert. Dies erfolgt nach vorher festgelegten Plänen, Verfahren, Kommunikations- und Logistikkonzepten.

Die litauischen Streitkräfte stellen für die Veranstaltung mehr als 3.000 Soldaten zur Verfügung.

Während des Gipfels werden die litauischen Streitkräfte gemeinsam mit Verbündeten zusätzlich für die Luftverteidigung, den Schutz kritischer Einrichtungen und wichtiger Verkehrswege, den Schutz von Personen, die Kontrolle von Unterkünften und Fahrzeugen sowie die Suche nach Sprengstoff in Einrichtungen sorgen.

Der NATO-Gipfel in Vilnius findet am 11. und 12. Juli statt.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner LRT.lt

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]