Frankreich zieht Leihgaben aus Kreml-Museum zurück
Französische Leihgaben an das Moskauer Kreml-Museum werden aus der Ausstellung "Das Duell" zurückgezogen und repatriiert, beschloss die französische Regierung am Mittwoch.
Französische Leihgaben an das Moskauer Kreml-Museum werden aus der Ausstellung „Das Duell“ zurückgezogen und repatriiert. Das entschied die französische Regierung am Mittwoch (9. März).
Insgesamt fünfzehn französische Kunstwerke, die vom Louvre, dem Schloss Versailles und der französischen Nationalbibliothek ausgeliehen wurden, werden aus der Ausstellung „Das Duell“ entfernt. Damit spiegeln sich die verschlechternden Beziehungen zwischen Frankreich und Russland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nun auch im Kulturbereich wider.
Das Grévin-Museum in Paris, das Wachsfiguren von Berühmtheiten ausstellt, zog am 1. März die Statue des russischen Präsidenten Wladimir Putin ab, weil sie Ziel „einiger Angriffe“ geworden war.
Auch die EU-Mitgliedstaaten Österreich und Spanien zogen nach dem informellen Treffen der EU-Kulturminister am 7. und 8. März in Angers ihre an das berühmte russische Museum gesandten Werke zurück. Das Vereinigte Königreich hat sich der Aktion angeschlossen.
Nach Angaben der Zeitung Le Monde erklärten Mitarbeiter der französischen Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin, man wolle mit dieser Entscheidung „das Zeichen einer Divergenz zwischen den europäischen Ländern“ vermeiden und betonte gleichzeitig, dass die Beziehungen zwischen der Museumsleitung und dem französischen Ministerium weiterhin freundschaftlich seien.
Die Kunstwerke, die im Februar an das Kreml-Museum geliefert wurden, werden nun zurückgeführt. In der Zwischenzeit sind sie in der französischen Botschaft in Moskau deponiert worden.
Das Kreml-Museum hat bisher nur die Verschiebung der Ausstellung angekündigt, aber nicht ihre Absage.