Frankreich will Hunderte von Millionen für Radverkehr aufwenden
Die französische Regierung wird nächstes Jahr 250 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs ausgeben.
Die französische Regierung wird nächstes Jahr 250 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs ausgeben.
Diese Rekordsumme wird vor allem in den Bau von vom übrigen Verkehr getrennten Fahrspuren fließen.
Der am Dienstag von Premierministerin Élisabeth Borne vorgestellte Plan sieht einen Fonds in Höhe von 200 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen und weitere 50 Millionen Euro für Parkplätze vor, die den Gemeinden zur Verfügung stehen sollen.
Förderung des Radfahrens bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris
Die französische Regierung erwägt außerdem ein Programm zur Beschleunigung der Entwicklung eines auf dem Fahrradverkehr basierenden Wirtschaftssektors.
Vorgesehen sind auch die Förderung der Fahrradnutzung während der Olympischen Spiele 2024 in Paris sowie weitere Maßnahmen, die es Kindern zwischen 6 und 11 Jahren ermöglichen, in nur zehn Stunden die Grundlagen des Radfahrens zu erlernen.
Die von Le Parisien zitierten staatlichen Quellen betonten, dass im Jahr 2023 die Hälfte der 500 Millionen Euro, die im vorangegangenen Fünfjahreszeitraum (2017-2022) ausgegeben wurden, jetzt zur Verfügung stehen werden.
Verkehrsminister Clément Beaune erklärte gegenüber derselben Zeitung: „Angesichts der hohen Subventionen für Kraftstoffe und Autos ist es wichtig zu zeigen, dass wir auch andere Nutzungen unterstützen. Wir wollen das Fahrrad zu einem echten Verkehrsmittel machen und nicht nur zu einem Freizeitgerät.“
Im Herbst wird ein „interministerieller Fahrradausschuss“ eingerichtet, der alle sechs Monate zusammentreten wird, um den Erhalt und die Förderung dieser Politik zu gewährleisten.