Frankreich: Regierung fordert Hausärzte auf, über Weihnachten nicht zu streiken

Allgemeinmediziner:innen, von denen einige Anfang Dezember wegen niedriger Sprechstundengebühren gestreikt hatten, sollten ihre Streiks nicht über die Feiertage fortsetzen, so der französische Gesundheitsminister François Braun.

EURACTIV.fr
French president attends a territorial session of the National Council for Refoundation on health (CNR) in Fontaine-le-Comte.
Das Kollektiv "Ärzte für Morgen" hat die Allgemeinmediziner:innen aufgerufen, ab dem 26. Dezember erneut "hart und unbefristet" zu streiken, wenn ihre Forderungen nach einer Erhöhung der Sprechstundengebühren auf 25 bis 50 Euro nicht erfüllt werden. Das durchschnittliche Konsultationshonorar für einen Privatarzt in der EU beträgt 46 Euro. [EPA-EFE/TERESA SUAREZ]

Allgemeinmediziner:innen, von denen einige Anfang Dezember wegen niedriger Sprechstundengebühren gestreikt hatten, sollten ihre Streiks nicht über die Feiertage fortsetzen, so der französische Gesundheitsminister François Braun.

Das Kollektiv „Ärzte für Morgen“ hat Allgemeinmediziner:innen aufgerufen, ab dem 26. Dezember erneut „hart und unbefristet“ zu streiken, sollten ihre Forderungen nach einer Erhöhung der Sprechstundengebühren auf 25 bis 50 Euro nicht erfüllt werden. Das durchschnittliche Konsultationshonorar für einen Privatarzt in der EU beträgt 46 Euro.

Zu den drohenden weiteren Streiks sagte Braun am Sonntag (18. Dezember) gegenüber dem Journal du Dimanche: „Ohne das Streikrecht infrage zu stellen, appelliere ich an die Verantwortung, denn die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist immer kompliziert, in diesem Jahr wegen der Dreifach-Epidemie noch mehr.“

Als „Dreifach-Epidemie“ gilt aktuell die gleichzeitige Verbreitung von Influenza, COVID-19 und Bronchiolitis.

Im Moment sei die Diskussion über die Honorare jedoch noch offen und werde fortgesetzt, fügte er hinzu.

Auf die Frage, ob das Tragen von Masken wieder obligatorisch werde, sagte der Minister, dass dies von der Impfquote und der Entwicklung der epidemiologischen Situation der drei Krankheiten abhängen werde.

„Es ist erfreulich, dass die Zahl der Impfungen in den letzten zehn Tagen zugenommen hat, und ich erwarte, dass die Anstrengungen fortgesetzt werden. Es ist also richtig, dass wir den Französ:innen vertrauen“, sagte Braun.

„Was COVID-19 betrifft, so hat sich das Fortschreiten der Epidemie in den letzten Tagen verlangsamt. Ähnliches gilt für die Bronchiolitis-Epidemie. Umgekehrt schreitet die Grippe stark voran“, fügte er hinzu.