Forschungszusammenarbeit zwischen EU und Asien gestärkt [DE]
Dank seines Erfolgs wird das Hochgeschwindigkeitsnetzwerk für Telekommunikation, das Wissenschaftler in der EU und Südostasien miteinander verbindet, zusätzliche 18 Millionen Euro für einen Ausbau seiner Kapazitäten und der geografischen Reichweite erhalten.
Dank seines Erfolgs wird das Hochgeschwindigkeitsnetzwerk für Telekommunikation, das Wissenschaftler in der EU und Südostasien miteinander verbindet, zusätzliche 18 Millionen Euro für einen Ausbau seiner Kapazitäten und der geografischen Reichweite erhalten.
Die Kommission und die asiatischen Partner des Transeurasischen Informationsnetzes (TEIN) haben sich geeinigt, dem Netzwerk bis 2011 zusätzlich je zwölf Millionen Euro und sechs Millionen Euro zukommen zu lassen, um seine Betriebsfähigkeit zu verbessern und mehr Länden zu ermöglichen, sich ihm anzuschließen.
Die Kommission wolle „eine weltweite wissenschaftliche Zusammenarbeit ermöglichen, die direkt und kontinuierlich abläuft, und bei der die Entfernung zwischen einzelnen Partnern keine Hürde mehr darstellt“, sagte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. Demgegenüber betonte die für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, dass TEIN die „digitale Kluft zwischen den Ländern Europas und den weniger entwickelten Ländern in Asien“ verringere.
TEIN ist ein weitgehend von der Kommission finanziertes Netwerk, das Forschungs- und Bildungsgemeinschaften in der gesamten asiatisch-pazifischen Region anbindet. Seit 2000 zielt es auf die Verbesserung der intraregionalen Verbindung ab und wirkt als Katalysator für die Entwicklung der nationalen Forschungsnetzwerke in der Region. Momentan verbindet es die nationalen Netzwerke von Australien, China, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, den Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.
Das TEIN-Netzwerk wurde 2004 zu TEIN2 ausgebaut, indem es direkt in das gesamteuropäische Forschungs- und Bildungsnetzwerk GÉANT2 eingebunden wurde, das als das fortschrittlichste internationale Forschungs- und Bildungsnetzwerks der Welt gilt.
Da TEIN2-Netzwerk ermöglicht es beispielsweise Wissenschaftlern auf den Philippinen, Taifune mit der Hilfe deutscher Forscher zu prognostizieren, oder Patienten in Vietnam können eine Operation mithilfe der Fernkonsultation australischer Ärzte erhalten. Zusätzlich profitieren viele Studenten von dem Netzwerk durch Anwendungen für E-Unterricht.
Mit der zusätzlichen Finanzierung wird TEIN2 nun zu TEIN3 erweitert werden, das ab Oktober 2008 funktionsfähig sein sollte.