Finnlands größter Atomreaktor bereitet erneut Schwierigkeiten
Der größte finnische Kernkraftreaktor, Olkiluoto 3, hat am Montag aufgrund eines Turbinenausfalls einen Leistungsabfall verzeichnet.
Der größte finnische Kernkraftreaktor, Olkiluoto 3, hat am Montag aufgrund eines Turbinenausfalls einen Leistungsabfall verzeichnet.
Die Störung ist ein weiterer Rückschlag für den Reaktor, der sich noch in der Testphase befindet, aber bereits das Stromnetz des Landes versorgt.
Der 1,6-Gigawatt-Reaktor, der von dem französisch geführten Konsortium Areva-Siemens AG gebaut wurde, hätte eigentlich bereits 2009 in Betrieb genommen werden sollen.
Die Störung habe den Reaktor nicht beeinträchtigt, und seine Sicherheit sei nicht gefährdet, teilte der Betreiber des Reaktors, Teollisuuden Voima, am Montag mit.
Die Gründe für die Störung werden derzeit untersucht, wobei die Testphase fortgesetzt wird, allerdings nur mit einer Kapazität von 60 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte.
Die Störung ist einer von vielen Rückschlägen, die die Kosten für die Anlage von den ursprünglich geschätzten drei Milliarden Euro auf elf Milliarden Euro in die Höhe getrieben haben.
Dieses Jahr hat der Reaktor jedoch die Stromproduktion aufgenommen, nachdem er mit einer Reihe von Komponentenproblemen, technischen Fragen und Schadensersatzforderungen zu kämpfen hatte.
Es wird erwartet, dass die volle Kapazität im Dezember erreicht wird und der Reaktor dann bis zu 15 Prozent des Strombedarfs decken kann.
Dies ist besonders deshalb wichtig, weil sich Finnland und andere EU-Mitgliedstaaten darauf vorbereiten, in diesem Winter Stromausfälle zu vermeiden.