Finnland-Wahlen: Knappes Rennen im Endspurt

Der Spitzenplatz bei den bevorstehenden Wahlen im April ist noch offen, da sich drei Parteien derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Bildung einer Koalition liefern, die höchstwahrscheinlich keine Wiederholung der derzeitigen Fünf-Parteien-Koalition sein wird, wie die jüngsten Umfragen zeigen.

Euractiv.com
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Weniger als einen Monat vor den Parlamentswahlen in Finnland zeichnet sich den letzten Umfragen zufolge noch kein klarer Sieger ab. [Shutterstock/PX Media]

Der Spitzenplatz bei den bevorstehenden Wahlen in Finnland im April ist noch offen. Drei Parteien liefern sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Eine Wiederholung der derzeitigen Fünf-Parteien-Koalition gilt als unwahrscheinlich.

Weniger als einen Monat vor den Parlamentswahlen in Finnland muss sich den jüngsten Umfragen zufolge noch ein klarer Sieger herausbilden.

Obwohl alle Umfragen darauf hindeuten, dass die derzeitige Fünf-Parteien-Regierung unter Führung der Sozialdemokraten höchstwahrscheinlich kein zweites Mal gebildet werden wird, sind die Wähler geteilter Meinung darüber, wer den Spitzenplatz einnehmen könnte.

Laut der jüngsten Umfrage liegen die liberalkonservative Nationale Koalitionspartei (20,8 Prozent), die Sozialdemokraten (19,9 Prozent) und die nationalistische Finnenpartei (19 Prozent) dicht beieinander – der nächste Ministerpräsident könnte also entweder Petteri Orpo, Sanna Marin oder Riikka Purra heißen.

Dasselbe gilt für die Frage, welche Parteien die nächste Regierungskoalition bilden werden.

Eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des finnischen Wirtschafts- und Politikforums (EVA) ergab, dass die meisten Wähler (23 Prozent) eine rechtsgerichtete Regierung zwischen der Nationalen Koalitionspartei (NCP) und der Partei der Finnen befürworten.

Eine weitere Umfrage, die am Vortag von der ländlichen Zeitung Maaseudun Tulevaisuus veröffentlicht wurde, gab der NCP den Vorzug, eine Koalition mit den Sozialdemokraten zu bilden.

27 Prozent der Wähler befürworten demnach, von einer Regierung regiert zu werden, die die linke und die rechte Seite des politischen Spektrums zusammenbringt, so die Umfrage.

Da die Wirtschaft und die hohe Staatsverschuldung das meistdiskutierte Thema im Vorfeld der Wahlen sind, suchen die Parteien derzeit ein überzeugendes Gleichgewicht zwischen unvermeidlichen Kürzungen und Steuern.