Finnland erwägt Panzer an die Ukraine zu liefern
Nach den jüngsten Entscheidungen Frankreichs, Deutschlands und der Vereinigten Staaten, der Ukraine Kampfpanzer zu spenden, gewinnt die Diskussion darüber in Finnland an Fahrt.
Nach den jüngsten Entscheidungen Frankreichs, Deutschlands und der Vereinigten Staaten, der Ukraine Kampfpanzer zu liefern, gewinnt die Diskussion darüber auch in Finnland an Fahrt.
In einem Interview mit MTV3 News äußerte sich der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Parlaments, Antti Häkkänen, positiv gegenüber den Lieferungen. Wenn es in Europa einen breiteren Konsens über die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine gäbe, sollte Finnland sich diesem anschließen, so Häkkänen.
Häkkänen, der die derzeit in der Opposition befindliche Partei der Nationalen Koalition vertritt, hält die Entscheidungen Frankreichs, Deutschlands und der USA für sehr bedeutsam. Häkkänen zufolge müssen die großen NATO-Länder wie Frankreich und Deutschland zunächst die Führung übernehmen.
Bisher hat Frankreich beschlossen, gepanzerte Kampffahrzeuge (AMX-10 RC) zu schicken, während Deutschland und die USA so genannte „leichte Panzer“, Marders und Bradleys, zur Verfügung gestellt haben.
Finnlands möglicher Beitrag wären in Deutschland hergestellte Leopard-2-Kampfpanzer, von denen das Land etwa 200 besitzt – etwa ein Zehntel aller Leopard-Panzer in Europa.
Zuvor hatten zwei weitere finnische Parlamentarier und Mitglieder des Verteidigungsausschusses der Regierungsparteien, Atte Harjanne (Grüne) und Anders Adlercreutz (Schwedische Volkspartei), eine gemeinsame europäische Initiative zur Entsendung von Panzern in die Ukraine angeregt, an der auch Finnland beteiligt ist.
Am Samstag twitterte der Interimsverteidigungsminister Mikko Savola (Zentrum), dass Finnland in den nächsten Wochen sein zwölftes Paket mit Rüstungsgütern an die Ukraine liefern wird. Wie bereits zuvor wird der Inhalt der Lieferung aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben.
Finnlands Militärhilfe für die Ukraine beläuft sich seit Beginn des Krieges auf rund 190 Millionen Euro.