Finnischer Energiekonzern wird Uniper keine Mittel zuführen

Die finnische Ministerin für Eigentumsfragen, Tytti Tuppurainen, betonte, dass das finnische Energieunternehmen Fortum seiner deutschen Tochtergesellschaft Uniper kein weiteres Kapital zuführen wird.

EURACTIV.com
Dusseldorf,/,Germany,-,August,11,,2017:,Sign,At,The
Das deutsche Gasunternehmen befindet sich derzeit in großen finanziellen Schwierigkeiten und steht vor dem Bankrott, nachdem Russland die Gaslieferungen zunächst reduziert und dann gestoppt hat. [Shutterstock/nitpicker]

Die finnische Ministerin für Eigentumsfragen, Tytti Tuppurainen, betonte, dass das finnische Energieunternehmen Fortum seiner deutschen Tochtergesellschaft Uniper kein weiteres Kapital zuführen wird.

Fortum, das sich zu 51 Prozent in Staatsbesitz befindet, besitzt einen Anteil von 78 Prozent an Uniper.

Das deutsche Gasunternehmen befindet sich derzeit in großen finanziellen Schwierigkeiten und steht vor dem Bankrott, nachdem Russland die Gaslieferungen zunächst reduziert und dann gestoppt hat.

Das Unternehmen war daraufhin gezwungen, Gas zu höheren Preisen zu kaufen, um seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Anfang des Jahres unterstützte Fortum Uniper mit einer Finanzierungsvereinbarung über 8 Millionen Euro.

Laut Tuppurainen befinden sich die Verhandlungen zwischen der finnischen und der deutschen Regierung zur Lösung der Krise „in einer heiklen Phase“.

Das Hauptinteresse der finnischen Seite, das vom Handelsausschuss nachdrücklich unterstrichen wurde, besteht darin zu vermeiden, dass die Rechnung am Ende von den finnischen Steuerzahlern beglichen wird.

Das Handelsblatt berichtete am Dienstag, die Bundesregierung sei bereit, Teile von Uniper zu übernehmen, die als kritisch für das Energiesystem des Landes gelten.

Ein solcher Anteil könne bis zu 30 Prozent des Unternehmens ausmachen, hieß es.

Die derzeitige Frist für die Vereinbarung endet am Freitag.