Explodierende iPhones - Kuneva droht Apple
Die Hersteller von elektronischen Geräten bekommen es in dieser Woche mit der EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva zu tun. Erst warnte Kuneva vor Gehörschäden durch MP3-Player, nun droht sie Apple mit einem Einfuhrstopp für iPhones.
Die Hersteller von elektronischen Geräten bekommen es in dieser Woche mit der EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva zu tun. Erst warnte Kuneva vor Gehörschäden durch MP3-Player, nun droht sie Apple mit einem Einfuhrstopp für iPhones.
EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva legt sich mit Apple an. Nach Meldungen über explodierende iPhones droht sie sogar mit einem Einfuhrverbot, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. "Wenn die Geräte gefährlich sind, werden wir einen Rückruf anordnen", so Kuneva.
Sie habe Beschwerden aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland über das Apple iPhone erhalten. Ihr sei sogar ein Vorfall bekannt, bei dem ein Mädchen durch ein explodierendes iPhone Feuer fing.
"Wir lassen in Labors prüfen, ob das Problem am Telefon, an den Batterien oder einer falschen Nutzung liegt", sagte Kuneva. Apple versicherte der EU-Kommission am 14. August, es handele sich um "Einzelfälle". Bislang weist Apple jede Verantwortung von sich.
EU warnt vor MP3-Playern
Bereits am Montag hatte die bulgarische Verbraucherkommissarin Maßnahmen angekündigt, um die Nutzer von MP3- Musikplayern vor Gesundheitsrisiken zu warnen. "MP3-Player lassen sich leicht so laut stellen, dass sie das Gehör schädigen", erklärte Kuneva am Montag in Brüssel. "Es kann Jahre dauern, bis ein Gehörschaden auftritt, aber dann ist es einfach zu spät."
Die Kommission will nun durch das europäischen Normungsgremium CENELEC neue Vorschriften für Abspielgeräte – auch für Mobiltelefone – ausarbeiten lassen. Allerdings sollen keine Lautstärken verboten werden. Stattdessen soll nur die Standardeinstellung der Geräte unbedenklich sein.
awr