Exklusiver Ticket-Verkauf für die Fußball-WM 2006 führt zu Antrag auf Missbrauchsverfahren [DE]
Fußballbegeisterte, die ihre Tickets für die Fußball-WM 2006 per Kreditkarte bezahlen wollen, können hierfür nur die MasterCard verwenden. Aufgrund dieser Monopolstellung hat der Bundesverband der Verbraucherzentrale beim deutschen Bundeskartellamt und bei der EU-Kommission die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens beantragt.
Fußballbegeisterte, die ihre Tickets für die Fußball-WM 2006 per Kreditkarte bezahlen wollen, können hierfür nur die MasterCard verwenden. Aufgrund dieser Monopolstellung hat der Bundesverband der Verbraucherzentrale beim deutschen Bundeskartellamt und bei der EU-Kommission die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens beantragt.
Der deutsche Fußballbund (DFB) hat eine exklusive Vereinbarung mit dem Kreditkartenunternehmen MasterCard geschlossen, die bedeutet, dass die MasterCard die „offizielle und exklusive Karte der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006“ ist. Keine andere Kreditkarte ist für die Bezahlung von Eintrittskarten zugelassen.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die Kommission und das Bundeskartellamt daher dazu auf, rechtliche Schritte gegen den Deutschen Fußballbund einzuleiten.
Die Verbraucherzentrale ist der Ansicht, dass diese Abmachung nicht damit gerechtfertig werden könne, dass alternativ Lastschrift- und Überweisungsverfahren möglich seien, da ein Großteil der Tickets von ausländischen Verbrauchern erworben werden würde, die bei Auslandsüberweisungen oft hohe Gebühren zahlen müssten. Aus diesem Grund hätten die FIFA und der DFB beim Verkauf der WM-Tickets praktisch ein Monopol, so die Verbraucherzentrale. Dies dürfe nicht zu einer Diskriminierung von Verbrauchern außerhalb Deutschlands führen.
Die Kommission und das Bundeskartellamt stehen miteinander in Kontakt und befassen sich nun mit der Angelegenheit.