Evakuierung von Aleppo schreitet voran - Menschen leiden weiter
Über den Stand der Evakuierung von Aleppo hat es am Mittwochabend widersprüchliche Informationen gegeben.
Über den Stand der Evakuierung von Aleppo hat es am Mittwochabend widersprüchliche Informationen gegeben.
Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die letzten Aufständischen hätten die Stadt verlassen. Es bleibe den Rebellen nur eine kleine Stellung in Außenbezirken der Metropole. Damit habe der syrische Präsident Baschar al-Assad die Kontrolle über die Stadt. Doch ein Vertreter der Vereinten Nationen (UN) in Syrien erklärte, er könne dies nicht bestätigen. Vielmehr dauere die Evakuierung noch an. Ein Sprecher der Aufständischen sagte, die Aktion sei wegen schlechten Wetters ins Stocken geraten und werde bis in die Nacht hinein andauern.
Die Evakuierung der letzten Rebellengebiete im Osten von Aleppo war am Mittwoch nach einem Tag Verzögerung fortgesetzt worden. Wenn alle Kämpfer und ihre Familien das Gebiet verlassen haben, soll die syrische Armee einrücken. Für die Bevölkerung verschärfte sich die Lage zuletzt immer mehr. Am Mittwoch erklärte die Hilfsorganisation „Save the Children“, heftiger Schneefall behindere die Rettung verletzter Kinder. Viele seien schwach und unterernährt, teilte die Gruppe mit. Bei zahlreichen Kindern hätten Gliedmaße amputiert werden müssen, weil die medizinische Versorgung zu spät begonnen habe.