Europas Wirtschaftsführer wollen europäisches Kompetenzbündnis [DE]

Ein bedeutender Bericht, der gestern (26. März 2009) auf dem European Business Summit vorgestellt wurde, drängt Regierungen in einem Versuch dazu, die klaffende Kompetenzlücke die sich über Europa ausbreitet zu schließen, indem arbeitslos werdende Angestellte, statt sie zu entlassen umgeschult werden.

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Ein bedeutender Bericht, der gestern (26. März 2009) auf dem European Business Summit vorgestellt wurde, drängt Regierungen in einem Versuch dazu, die klaffende Kompetenzlücke die sich über Europa ausbreitet zu schließen, indem arbeitslos werdende Angestellte, statt sie zu entlassen umgeschult werden.

Durch den vorgeschlagenen Plan sollen Firmen dazu gebracht werden, es zu überdenken Angestellte zu entlassen oder kürzer arbeiten zu lassen und sich stattdessen um öffentliche Gelder zur Weiterbildung bewerben.

Der Bericht über Kompetenzen und Innovation, der von der Wirtschaftshochschule INSEAD durchgeführt wurde zeigt, dass Europa in Grundkenntnissen und Allgemeinbildung relativ gut abschneide, aber trotzdem ein Problem habe, wenn es darum gehe in der globalen Wissensgesellschaft zu konkurrieren.

Die Studie besagt auch, dass ein hohes Bildungsniveau noch keine Garantie für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit darstelle.
Es zu versäumen  Belegschaften mit den richtigen Fähigkeiten für modernes Wirtschaften auszustatten, könnte Europa Millionen kosten, so Bruno Lanvin, Geschäftsführer von eLab bei INSEAD und Autor des Berichtes, der gestern (26. März 2009) vorgestellt wurde. 

Ohne schnelle und bedeutende Maßnahmen die benötigen Kompetenzen zu erlangen, würde ein Großteil von Europas Konjunkturplänen und vergangenen Investitionen verloren gehen. Europa solle sein Humankapital und sein Potenzial behalten und ausbauen, um als erster aus der Krise zu herauszukommen, so Lavin.
Der Bericht, der von Microsoft und Shell gesponsert wurde, rief zu einem „Europäischen Beschäftigungspakt“ zwischen Europas Lehrkräften, Arbeitgebern, Investoren, Politikern und Bürgern auf und nannte sechs Prioritäten die sofort umgesetzt werden sollten:

– der Start einer europaweiten Allianz des privaten und öffentlichen Sektors, um die Umschulung von überschüssigen Arbeitskräften in Krisenzeiten zu sichern;
– Umverteilung der Gelder des Europäischen Strukturfonds der des Zeitraums von 2007 bis 2013, der für Schulung und Umschulung vorgesehen ist, auf Sektoren die wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Zeit nach der Krise sind;
– Indentifizierung und Aufstockung von erfolgreichen privaten und öffentlichen Initiativen und Partnerschaften (so wie JetNet), die darauf abzielen, das Interesse von jungen Menschen Karrieren im Bereich Mathematik, Wissenschaft, Ingenieurswissenschaften, Informations- und Kommunikationswissenschaften und Umweltschutz zu wecken;
– Die Verbesserung und Entwicklung von hochrangigen Universitätspartnerschaften, um eine globale Wissensgesellschaft zu schaffen, die Europa braucht um die Vorteile der Lissabonstrategie zu nutzen und um ein Vorreiter der Innovation zu werden;
– Das Anregen von Kompetenzmobilität innerhalb Europas, sowie zwischen Europa und anderen Teilen der Welt und
– Die innovativen Ansätze von Bildung, insbesondere durch elektronisches Lernen und Fernkurse, aber auch durch Wettbewerb und Innovation zu fördern.

Der Bericht wurde vom Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Günter Verheugen, vorgetragen der sagte, dass Kompetenz für die Kommission der zentrale Punkt für das Nachfolgeabkommen der Lissabonagenda sei.