Europas Umwelthauptstadt Hamburg: Agenda für 2011

Hamburg hat sich mit Erfolgen bei Nachhaltigkeit und Klimaschutz den Titel "Umwelthauptstadt Europas 2011" gesichert. Nun lädt die Hansestadt zu zahlreichen Konferenzen und Fachmessen rund um Erneuerbare, Energieefizzienz und grüne Technologien. EURACTIV.de gibt einen Überblick.

Die neue Hafencity in Hamburg steht kurz vor der Vollendung. Auch sonst gibt sich die Hansestadt modern. Die CO2-Emissionen sollen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent sinken. Foto: Lisa Schwarz  / pixelio.de.
Die neue Hafencity in Hamburg steht kurz vor der Vollendung. Auch sonst gibt sich die Hansestadt modern. Die CO2-Emissionen sollen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent sinken. Foto: Lisa Schwarz / pixelio.de.

Hamburg hat sich mit Erfolgen bei Nachhaltigkeit und Klimaschutz den Titel „Umwelthauptstadt Europas 2011“ gesichert. Nun lädt die Hansestadt zu zahlreichen Konferenzen und Fachmessen rund um Erneuerbare, Energieefizzienz und grüne Technologien. EURACTIV.de gibt einen Überblick.

Hamburg, Europas Umwelthauptstadt 2011, wird in diesem Jahr zahlreiche internationale Umwelt- und Klimaexperten empfangen. Den Terminplan für Fachmessen und Konferenzen zum Einsatz erneuerbarer Energien und mehr Nachhaltigkeit in europäischen Metropolen, stellte die Hansestadt am Montag vor.

Auf der Agenda stehen unter anderem:

27. bis zum 29. Mai: "goodgoods"-Messe

Deutschlands erste große Messe für nachhaltigen Konsum. Gezeigt werden Waren und Dienstleistungen aus den Bereichen Wohnen, Mode, Technologie, Mobilität, Ernährung und Gesundheit. Die Produkte sind "ökologisch und verantwortungsbewusst und gleichzeitig smart und hochwertig", so der Veranstalter.

goodsgoods: Internetseite

8. und 9. Juni: "H2Expo"

Internationale Konferenz und Fachmesse zum aktuellen Stand der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Neue Themenbereiche wie elektrische Antriebstechnik, elektrische Energiespeicher und Hybridsysteme sollen die H2Expo erstmals auch zur umfassenden Informationsplattform für zukunftsweisende Energie- und Mobilitätstechnologien machen.

H2Expo: Internetseite

5. bis 9. September: "EU PVSEC"

Anfang September kommt die internationale Photovoltaik-Solarenergiebranche in Hamburg zusammen. Die "EU PVSEC" versteht sich als Forum für den Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und PV Solar Märkten. Produktneuheiten und technische Innovationen werden einem Fachpublikum aus allen Bereichen der Photovoltaik und aus aller Welt präsentiert und diskutiert. 

EU PVSEC: Internetseite

14. und 15. September: "Green Port Congress"

Auf dem auf dem "Green Port Congress" treffen sich in Hamburg internationale Hafen- und Umweltexperten. Ausrichter ist die Hamburg Port Authority (HPA) in Kooperation mit der EcoPorts Foundation und der European Seaports Organisation. Im Mittelpunkt stehen Ansätze für ein nachhaltiges Betreiben von modernen europäischen Hafenorganisationen. (www.greenport.com/congress)

Green Port Congress: Internetseite

23. bis 30. September: "3. Hamburger Klimawoche"

Die "3. Hamburger Klimawoche" zeigt die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen Hamburgs in Sachen Klimaschutz und Klimafolgenmanagement. Ein interaktiver Themenpark in der Hamburger City informiert Besucher über den globalen Klimawandel und über praktische Lösungsansätze zur Bewältigung der Folgen.

3. Hamburger Klimawoche: Internetseite

8. bis 10. November: "Intelligent Cities Expo"

Auf der "Intelligent Cities Expo" diskutieren Politiker, Stadtplaner, Wasser- und Stromversorger sowie Verkehrs-, Finanz- und Kommunikationsexperten über innovative Lösungen für mehr Energieeffizienz, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit in Städten.

Intelligent Cities Expo: Internetseite

Weiteren Konferenzen, Messen und Kongresse:

19. Mai: Symposium Solar Energy for Science: www.solar4science.de

7. und 8. Mai: Hamburger Umweltforum für die EMA-Länder: www.ema-hamburg.org

8. und 9. September: HICL 2011: Maritime Logistics and International Supply Chain Management: www.hicl.org

15.- 16. September: Hamburg International Environmental Law Conference: www.icoel.org

5.- 7. Oktober: Metrex Conference 2011 – Jahreskonferenz des Netzwerks der Europäischen Metropolregionen (METREX): www.eurometrex.org

11.- 13. Oktober: Acqua Alta – Fachmesse und internationaler Kongress für Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau: www.hamburg-messe.de/acquaalta

Hintergund: Hamburg – Europas Umwelthauptstadt 2011

Hamburg wurde unter 35 Bewerbern zur Umwelthauptstadt Europas 2011 gekürt. Die Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern und einer vergleichsweise hohen Luftqualität wurde wegen ihrer Energiesparmaßnahmen ausgezeichnet. Hamburg hat sich hohe Klimaschutzziele gesetzt und will beispielsweise seine CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent senken.

Eine Maßnahme ist das Kosten-/Nutzen-Benchmarking für die Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden mit Programmen für den Austausch von Beleuchtungs­körpern, Heizkesseln und Kühlschränken. Mehr als 200.000 herkömmliche Lampen in über 400 öffentlichen Gebäuden wurden durch Energiesparlampen ersetzt, wodurch Energieeinsparungen von jährlich 3,4 Millionen Euro erzielt werden. Außerdem wurden in den letzten Jahren 18 Millionen Euro ausgegeben, um mehr als 600 Heiz­kessel durch moderne Brennwertkessel zu ersetzen.

Hamburg verfügt über ein integriertes Abfallbewirtschaftungssystem mit einem hohen Anteil von Materialtrennung direkt an der Quelle und einer hohen Energierückgewinnung. Darüber hinaus kann die Stadt Fortschritte bei der Verringerung des Wasserverbrauchs und der Reduzierung von Leckagen vorweisen. Pilotprojekte tragen dazu bei, die in öffentlichen Toiletten verbrauchte Menge Wasser zu verringern.

Die Stadt verfügt über ein Busnetz von 11.657 km mit 10.426 Haltestellen. Für fast alle Einwohner Hamburgs beträgt die Entfernung zu einem öffentlichen Verkehrs­mittel höchstens 300 Meter. Außerdem ist Hamburg, dessen Stadtgebiet zu über 16,7 Prozent aus Wald-, Freizeit- und Grünflächen besteht, im Vergleich zu den meisten anderen Städten dieser Größe eine "grüne" Stadt.

Mit dem Titel "Umwelthauptstadt Europas" werden lokale Anstrengungen anerkannt und ausgezeichnet, die darauf abzielen, Umwelt, Wirtschaft und Lebensqualität in Städten zu verbessern. Die Auszeichnung wird jährlich einer Stadt (nicht notwendi­gerweise einer Hauptstadt) verliehen, die im Hinblick auf ein umweltfreundliches Leben in der Stadt eine Vorreiterrolle spielt und anderen Städten als Vorbild dienen kann.

2010 erhielt Stockholm (Schweden) das Prädikat "Umwelthauptstadt Europas". 2012 geht der Titel an Vitoria-Gasteiz (Spanien), 2013 an Nantes (Frankreich). Die Bewerbung für 2014 wird noch ausgwertet. 

Red.

Links

Umwelthauptstadt Hamburg: Internetseite

European Green Capital: Internetseite

Weitere Links zum Thema

Smart Cities & Communities Initiative

The Covenant of Mayors

The CONCERTO Initiative

The CIVITAS Initiative

Smart cities stakeholder platform

Kopenhagen – smart and green (24. März 2011)

Mehr zum Thema auf EURACTIV.de

Oettinger startet europäische "Smart Cities"-Initiative (21. Juni 2011)

Fahrplan für CO2-armes Europa bis 2050 (9. März 2011)