Europäische Elektro-Unternehmen stehen hinter Elektroautos [DE]

Europas Elektrizitätsversorger trafen sich, um eine standardisierte Auflade-Infrastruktur für Elektroautos zu diskutieren. Für Konsumenten wird dies den Weg für ein europaweites Netz an Aufladestationen ebnen.

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Europas Elektrizitätsversorger trafen sich, um eine standardisierte Auflade-Infrastruktur für Elektroautos zu diskutieren. Für Konsumenten wird dies den Weg für ein europaweites Netz an Aufladestationen ebnen.

Vorsitzende von Elektrizitätsunternehmen trafen sich letzte Woche (27. Oktober) in Brüssel, um zu besprechen, wie eine größere Harmonisierung des europäischen Energieversorgungsmarkts ohne eine Gefährdung des Wettbewerbs erreicht werden könne.

Die Industrievertreter überreichten EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani eine Erklärung, in der sie ihre Unterstützung für eine CO2-neutrale Stromversorgung in Europa bekundeten und die Notwendigkeit für Vorbereitungen zu einer Elektrifizierung des Verkehrsnetzwerks betonten.

Sie forderten ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für die Entwicklung von Stromerzeugungs- und -versorgungsinfrastruktur und sagten, dass der Zugang zu zahlungsfähigen Kapitalmärkten der Schlüssel zur Förderung von Investitionen sein werde.

Padraig McManus, Vorsitzender vom irischen Stromversorger ESB, sagte, dass Industrieanführer die Zusammenarbeit bei der Standardisierung von Geräten als überaus wichtig ansähen, damit Autofahrer in jedem Land dasselbe Ladesystem nutzen könnten.

Als Redner für Eurelectric, welches die Stromindustrie repräsentiert, sagte McManus, dass Autoindustrie, Geräteproduzenten, Stromkonzerne und Verbraucher von einer gemeinsamen Infrastruktur für Elektroautos profitieren würden.

„Eine Einigung innerhalb der verschiedenen Industriezweige ist ein unerlässlicher Schritt um eine breite Marktdurchdringung zu ermöglichen und wird Europa zu einem Vorreiter bei der Einführung von massenmarkttauglichen Elektroautos machen“, fügte er hinzu. Er sagte, dass die Geräte – der Stecker und die Kabel – in jedem europäischen Land gleich sein sollten.

Pilotprojekte für Aufladestationen

ESB schätzt, dass 30% seines eigenen Kohlenstoffausstoßes den Lieferwagen und LKW zugeordnet werden können, die im Kundendienst und zur Wartung der Infrastruktur benutzt werden. Das Unternehmen ist gerade dabei, seinen eigenen Fuhrpark auf Elektro-Modelle umzustellen, und benutzt Biokraftstoffe, wann immer es möglich ist.

Das Energieversorgungsunternehmen hat außerdem ein Pilotprojekt begonnen, im Rahmen dessen erste Ladestationen später im Jahr installiert werden sollen. Es kauft die Stationen von Carra Ireland, einer kleinen High-Tech-Firma, die bereits ein ähnliches Programm in Großbritannien eingeführt hat.

Die Bereitschaft mit praktischen Vorbereitungen für Elektrofahrzeuge zu beginnen wurde von Kommissar Tajani begrüßt, der sagte, der Schritt werde dabei helfen, die EU zu einem Vorreiter bei neuen Transporttechnologien zu machen.

Jedoch sind sich nicht alle Beteiligten in der Autoindustrie darüber einig, wie die Zukunft der Elektrofahrzeuge aussehen wird. Einige investieren stark in Autos, die an Steckdosen aufgeladen werden können, während andere in Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie investiert haben.

Better Place, ein in den USA ansässiger Dienstleister für Elektrofahrzeuge, hat ein System entwickelt, bei dem Autobatterien an bestimmten Austauschpunkten ersetzt werden. Die Firma arbeitet bereits mit Behörden in Israel, Dänemark und Australien zusammen, um die Infrastruktur zu bauen und einzusetzen, die für einen Wechsel zu Elektrofahrzeugen nötig ist.

Eine Reihe anderer EU-Länder haben Gespräche mit Better Place geführt, aber Fortschritte waren in einer Reihe von Fällen nur zäh, da es Befürchtungen gibt, dass das Privatunternehmen praktisch ein Monopol über die Ladeinfrastruktur haben könnte, die von lokalen Energieversorgungsunternehmen mitfinanziert werden würde.