Europa wird Forscher und Studenten weltweit vernetzen [DE]
GÉANT, ein Netz europäischer Computer, das nationale Forschungs- und Ausbildungsnetze verknüpft, wird mit seinen Pendants in anderen Regionen der Welt verbunden, um ein weltweites Forschungsnetzwerk zu schaffen. Ziel ist es, eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Studenten von Finnland bis Lateinamerika zu ermöglichen. Dies kündigte die Kommission an.
GÉANT, ein Netz europäischer Computer, das nationale Forschungs- und Ausbildungsnetze verknüpft, wird mit seinen Pendants in anderen Regionen der Welt verbunden, um ein weltweites Forschungsnetzwerk zu schaffen. Ziel ist es, eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Studenten von Finnland bis Lateinamerika zu ermöglichen. Dies kündigte die Kommission an.
„Mit der massiven Datenverarbeitungskapazität von GÉANT kann Europa jetzt die besten Köpfe der Welt zusammenbringen, um die Herausforderungen zu meistern, vor denen wir alle stehen“, sagte Viviane Reding, Kommissarin für die Informationsgesellschaft. Sie kündigte an, dass zwischen 2008 und 2012 weitere 90 Millionen Euro aus dem Gemeinschaftsfonds in „die dritte Generation von GÉANT“ investiert würden.
Das Netz wurde 2001 als ein erster Schritt zur Schaffung des Europäischen Forschungsraums (EFR) ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, um die vorangeschrittenen Kommunikationsbedürfnisse der Wissenschaftsgemeinschaft zu unterstützen und um hochmoderne Kommunikationstechnologien zu erforschen.
Das Netz wurde 2005 erweitert – GÉANT2 stellt schnellere und einflussreichere Dienste sowie End-to-End-Verbindungen für Wissenschaftler zur Verfügung. Das Netz verbindet derzeit mittels 30 nationalen Forschungs- und Ausbildungsnetzen (NREN) 34 Länder. Es wird sowohl von der Kommission als auch von den nationalen Forschungs- und Ausbildungsnetzen selbst finanziert.
Es leistet beispielsweise einen Beitrag zu dem EU-Projekt für Radioastronomie, das die weltweit größten Teleskope in China, Europa, Südafrika und Chile mit einem Supercomputer in den Niederlanden vernetzt. Letzterer erzeugt dank „der massiven Datenströme über das GÉANT-Netz” Echtzeitbilder. Laut der Kommission hat GÉANT „eine bahnbrechende Zusammenarbeit in Forschungsbereichen wie Klimawandel, Radioastronomie und Biotechnologie ermöglicht”.
Durch das modernisierte GÉANT3 werden nun Hochgeschwindigkeitsverbindungen mit der Infrastruktur regionaler Forschungsnetze geschaffen, die auf dem Balkan und in der Schwarzmeer- und Mittelmeerregion sowie in Asien, Südafrika und Lateinamerika entstehen. Diese Vernetzung soll ein einziges weltweites Forschungs- und Ausbildungsnetz schaffen.