EU-Zukunftskonferenz: Klimawandel ist Hauptpriorität der Bürger
Vierundvierzig Prozent der Europäer:innen sind der Meinung, dass der Klimawandel ein vorrangiges Thema auf der Konferenz zur Zukunft Europas sein sollte. Dies geht aus einer neuen Eurobarometer-Umfrage hervor.
Vierundvierzig Prozent der Europäer:innen sind der Meinung, dass der Klimawandel ein vorrangiges Thema auf der Konferenz zur Zukunft Europas sein sollte. Dies geht aus einer neuen Eurobarometer-Umfrage hervor, die vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben wurde.
Die Umfrage, die im September und Oktober letzten Jahres durchgeführt wurde, zeigt, dass 44 Prozent der europäischen Bürger:innen den Klimawandel und Umwelt als Hauptthema der Konferenz ansehen. 40 Prozent geben Gesundheit, Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit und Beschäftigung an.
Etwa 59 Prozent der Bürger:innen sind der Meinung, dass Umfragen der beste Weg sind, um sich an der Arbeit der Konferenz zu beteiligen. 46 Prozent gaben an, dass sie bereit wären, an den in ihrer Region organisierten Treffen teilzunehmen. Weitere 43 Prozent der Europäer:innen sprachen sich für eine stärkere Einbindung junger Menschen in den Prozess aus.
Überwältigende 90 Prozent der befragten Bürger:innen sagten, dass ihre Stimme bei Entscheidungen zur Zukunft Europas stärker berücksichtigt werden sollte.
87 Prozent stimmten zu, dass die Bekämpfung des Klimawandels ihr Leben und ihre Gesundheit verbessern würde. Dieser Prozentsatz steigt bei den 15- bis 24-Jährigen auf 91 Prozent.
Darüber hinaus glauben 68 Prozent der Europäer:innen, dass die EU ein Ort der Stabilität in einer unruhigen Welt ist, während 67 Prozent der Meinung sind, dass das EU-Projekt jungen Europäer:innen eine europäische Perspektive bietet.
Die Umfrage befasste sich auch mit den Prioritäten und Stärken der EU in Italien. Diese umfassen die wirtschaftliche, kommerzielle und industrielle Macht, gefolgt von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit.
Als größte politische Herausforderung wird die Arbeitslosigkeit genannt (45 Prozent), gefolgt von unzureichendem Wirtschaftswachstum (32 Prozent) und der Bewältigung der Migrationsströme (31 Prozent). Im Gegensatz zur europäischen Vision stehen die ökologischen Herausforderungen an vierter Stelle.
Der Umfrage zufolge sind 47 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass die EU-Mitgliedschaft für Italien gut ist, ein Anstieg gegenüber der letzten Umfrage. Im Vergleich dazu sind 38 Prozent unentschlossen, und 14 Prozent glauben, dass es schlecht ist.
Die Italiener:innen glauben auch, dass es notwendig sein wird, sich für die Stärkung und den Schutz der Demokratie in der EU einzusetzen. Mit Blick auf die Zukunft glauben 32 Prozent der Befragten, dass eine gemeinsame Gesundheitspolitik notwendig ist, gefolgt von einer tiefgreifenden wirtschaftlichen Integration und einer robusten industriellen Kapazität.
[Bearbeitet von Alice Taylor]