EU will maritime Sicherheit verbessern um Meeresverschmutzung vorzubeugen

Die Mitgliedstaaten der EU haben internationalen Vorschriften für die maritime Sicherheit ihre Zustimmung erteilt. Die Anerkennung beruflicher Qualifikationen von Seeleuten soll durch Bürokratieabbau ebenfalls erleichtert und ihre Mobilität begünstigt werden. 

Die Mitgliedstaaten der EU haben internationalen Vorschriften
für die maritime Sicherheit ihre Zustimmung erteilt. Die
Anerkennung beruflicher Qualifikationen von Seeleuten soll durch
Bürokratieabbau ebenfalls erleichtert und ihre
Mobilität begünstigt werden. 

Die EU-Verkehrsminister haben am 9. Dezember die maritimen
Sicherheitsvorschriften gestärkt, indem sie den Geltungsbereich des
‚International Safety Management Code‘ (ISM) auf Schiffe, die sich
in EU-Fahrwasser befinden, ausgeweitet haben, auch wenn diese
nicht unter EU-Flagge fahren.

Dieser Sicherheitscode werde auf Passagiere und Cargoschiffe
sowie auch auf Bohrinstallationen Anwendung finden, so die
niederländische Ratspräsidentschaft in einer Erklärung. Die
Vorschriften betreffen die Fertigkeiten und Erfahrungen von
Crewmitgliedern, Sicherheitsverfahren, Pläne für Notfälle an Bord
und regelmäßige Inspektionen der Schiffe.

Der Versuch, EU-Mindestregeln für die Bestrafung von Kapitänen,
die für die Verursachung von Verschmutzung verantwortlich sind,
einzuführen, scheiterte nach Berichten der Nachrichtenagentur
Reuters jedoch am Widerstand  von Malta, Griechenland und
Zypern. Stattdessen wollen sich die Minister nun auf
internationaler Ebene dafür einsetzen, dass Strafmaßnahmen in
maritime Konventionen aufgenommen werden.

Trotz der erzielten Fortschritte erklärte Verkehrskommissar
Jacques Barrot, dass es in der maritimen ‚Sicherheitskette‘ noch
„Schwachstellen“ gebe, die „nach und nach“ angegangen werden
müssten.

Darüber hinaus, haben die Minister die Verfahren für die
EU-weite Anerkennung der beruflichen Qualifikationen von Seeleuten
vereinfacht. „Bis jetzt sind die Diplomen europäischer
Crewmitglieder Gegenstand von Vergleichen gewesen“, so die
niederländische Ratspräsidentschaft. Die Verringerung des
Verwaltungsaufwands werde es „für Crewmitglieder leichter machen,
in anderen EU-Mitgliedsländern für Schifffahrtsunternehmen zu
arbeiten“, so der Ratsvorsitz. Man hoffe, dass dies dazu beitragen
werde, die „riesigen Engpässe auf dem maritimen Arbeitsmarkt“ zu
verringern.