EU will für Wild- und Ziervögel die Grenzen dicht machen [DE]

Da der Import von Wildvögeln das Risiko der Verbreitung des H5N1-Virus erhöht, werden sich EU-Veterinärexperten auf ein generelles EU-Importverbot für Wild- und Ziervögel aus aller Welt einigen.

Da der Import von Wildvögeln das Risiko der Verbreitung des H5N1-Virus erhöht, werden sich EU-Veterinärexperten auf ein generelles EU-Importverbot für Wild- und Ziervögel aus aller Welt einigen.

Die Kommission hat vorgeschlagen, ein obligatorisches EU-Importverbot für Wildvögel und Ziervögel aus aller Welt einzuführen. Das vorerst einmonatige Einfuhrverbot soll am 25. Oktober 2005 von EU- Veterinärexperten gebilligt werden. Gesundheitskommissar Markos Kyprianou zufolge wird der Einfuhrstopp „der EU etwas Zeit geben, die Gefahrenlage zu beurteilen“. Die EU wird höchstwahrscheinlich auch ein vorbeugendes Importverbot für Geflügel, Ziervögel und Vogelfedern aus Kroatien, wo infizierte Schwäne gefunden wurden, einführen. 

Da die Einfuhr von Wildvögeln ein gewinnbringendes Geschäft ist und die EU die weltweit größte Importregion ist, drängt die Kommission die Mitgliedsländer, Grenzkontrollen zu verschärfen, um der illegalen Einfuhr vorzubeugen. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Kommission haben eine dreitägige Konferenz (24.-26. Oktober) in Kopenhagen einberufen, auf der bewertet wird, wie gut die 52 Mitglieder der WHO auf einen möglichen Ausbruch der Vogelgrippe vorbereitet sind. Am ersten Tag betonten Vertreter der WHO, die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs einer Pandemie sei in Asien noch immer am größten. „Europa ist aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen den Staaten und der größeren finanziellen und technischen Ressourcen besser auf einen möglichen Ausbruch der Vogelseuche vorbereitet als Asien“, fügten sie hinzu.