EU will Exportverbot für britisches Rindfleisch aufheben [DE]
Die EU-Veterinärexperten haben für die Aufhebung des Exportverbotes für britische Rinder, Rindfleisch und Rindfleischprodukte grünes Licht gegeben. Das Exportverbot wurde im März 1996 infolge des Ausbruchs der Rinderseuche BSE verhängt.
Die EU-Veterinärexperten haben für die Aufhebung des Exportverbotes für britische Rinder, Rindfleisch und Rindfleischprodukte grünes Licht gegeben. Das Exportverbot wurde im März 1996 infolge des Ausbruchs der Rinderseuche BSE verhängt.
Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) hat am 8. März 2006 den Vorschlag der Kommission, das EU-Embargo über den Export von britischem Rindfleisch aufzuheben, einstimmig angenommen. Im September 2005 war das Europäische Lebensmittel- und Veterinäramt (FVO) zu dem Schluss gekommen, dass Großbritannien die BSE-Auflagen der EU erfüllen könne. Die Kommission wird den Vorschlag nach eigenen Angaben voraussichtlich „in etwa sechs Wochen“ offiziell annehmen.
Das Europäische Parlament, das den Vorschlag der Kommission ablehnen kann, hat nun einen Monat Zeit, ihn zu prüfen. Das Embargo könnte dann im April oder Mai 2006 aufgehoben werden.
Der Ausbruch des Rinderwahnsinns hatte zu der Einrichtung eines Untersuchungsausschusses im Europäischen Parlament geführt. Außerdem wurde die Arbeit der wissenschaftlichen Ausschüsse stärker auf einen multidisziplinären Ansatz ausgerichtet. Das bestehende EU-Überwachungssystem im Bereich der Lebensmittelsicherheit, das die Rückverfolgbarkeit von Produkten „vom Erzeuger zum Verbraucher“ vorsieht, ist ein direktes Ergebnis der Rinderseuche.