EU-Wahl: Vilimsky wird erneut FPÖ-Spitzenkandidat

Der rechte Networker Harald Vilimsky soll bei den Wahlen 2024 erneut Spitzenkandidat der FPÖ werden, kündigte Parteichef Herbert Kickl am Sonntag an. Kickl könne sich keinen besseren Kandidaten als ihn vorstellen.

Euractiv.de
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Vilimsky (Bild) gilt als Schlüsselfigur des rechten Flügels der FPÖ und war 2019 Spitzenkandidat der Partei. In nationalen Meinungsumfragen liegen er und seine Partei bei rund 30 Prozent. [EPA-EFE/MICHAEL GRUBER]

Der emsige Netzwerker Harald Vilimsky soll bei den Wahlen 2024 erneut Spitzenkandidat der FPÖ werden, kündigte Parteichef Herbert Kickl am Sonntag (01. Oktober) an. Kickl könne sich keinen besseren Kandidaten als ihn vorstellen.

Der europäische Abgeordnete Vilimsky gilt als Schlüsselfigur des rechten Flügels der FPÖ und war bereits 2019 Spitzenkandidat der Partei. In Meinungsumfragen liegen er und seine Partei bei rund 30 Prozent.

„Harald Vilimsky, das ist der Fels auf den wir unseren Wahlkampf aufbauen“, sagte FPÖ-Parteichef Kickl am Sonntag.

„Wir werden unseren Harald mit Leibeskräften unterstützen gegen dieses Diktat aus Brüssel“, betonte er. Die EU sei derweil zum „größten [europäischen] Kriegstreiber“ seit Jahrzehnten geworden.

Vilimsky seinerseits sagte, dass er jede Zentralisierung in Brüssel rückgängig machen würde, wenn er könnte. „Dies war ein radikaler Aufruf zu Reformen“, aber kein Aufruf, die EU ganz zu verlassen, fügte er hinzu.

Stattdessen trieb er eine engere Vernetzung zwischen Euroskeptikern voran. Die Verbündeten, die er in seinem Kampf gefunden hatte, würden „von Viktor Orbán bis Marine Le Pen“ reichen.

Die SPÖ setzt ebenfalls auf ein bekanntes Gesicht, Andreas Schieder, wie Der Standard berichtete. Er leitet seit 2019 die Delegation im Europäischen Parlament und gilt als Favorit der mächtigen Parteigranden in Wien.

Währenddessen sind die Spitzenkandidaten der Grünen und der ÖVP alles andere als sicher.

Der Spitzenkandidat der ÖVP, Othmar Karas, ist ein häufiger und lautstarker Kritiker der Politik seiner Partei in Wien – einschließlich einer Schengen-Blockade für Rumänien und Bulgarien. Und hat sich damit nicht immer beliebt gemacht.