EU-Wahl: Österreichs Sozialdemokraten setzen auf erfahrene Kandidaten

Die österreichischen Sozialdemokraten, die sich eigentlich eine Verjüngung der Partei auf die Fahnen geschrieben haben, werden voraussichtlich ihre derzeit im EU-Parlament vertretenen Abgeordneten erneut nominieren, um bei den EU-Wahlen im Juni 2024 zu kandidieren.

Euractiv.de
Conference,Room,Of,The,European,Parliament,,Brussels,,Belgium,-,02
Die fünf (SPÖ-)Abgeordneten im Europäischen Parlament werden wahrscheinlich nirgendwo hingehen, da alle von einem Parteikonvent am Sonntag wieder ernannt wurden, um erneut zu kandidieren. [Shutterstock/areporter]

Die österreichischen Sozialdemokraten, die sich eigentlich eine Verjüngung der Partei auf die Fahnen geschrieben haben, werden voraussichtlich ihre derzeit im EU-Parlament vertretenen Abgeordneten erneut nominieren, um bei den EU-Wahlen im Juni 2024 zu kandidieren.

Alle fünf SPÖ-Abgeordneten im Europäischen Parlament wurden von einem Parteikonvent am Sonntag wieder ernannt, um erneut zu kandidieren.

Die kommenden Wahlen würden zeigen, „dass die SPÖ zurück ist, dass wir Vertrauen und Wahlen gewinnen“, sagte Andreas Schieder, der 89,9 Prozent der parteiinernen Stimmen erhielt und bei den Wahlen 55 Jahre alt wird.

Zu seinen Mitkandidaten gehören Evelyn Regner, 57, derzeit Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, und Günther Sidl, 48, bekannt für die Mitverhandlung der hart umkämpften F-Gas-Verordnung. Auch Hannes Heide, ein 57-jähriger Europaabgeordneter mit den Schwerpunkten Kultur und Haushaltspolitik, wird wieder antreten.

Ein neues Gesicht, das es garantiert nach Brüssel schafft, ist Elisabeth Grossmann. Die 54-Jährige hat erklärt, mit dem Ziel antreten zu wollen, Europa sozialer zu machen. Claudia Arpa, 56, ist die derzeitige Vorsitzende des österreichischen Bundesrates und strebt ein sechstes Mandat an – für welches sie kämpfen müssen wird.

Die SPÖ bemüht sich aktuell, sich intern zu verjüngen. Angesichts der vertrauten Gesichter ist bei der EU-Delegation jedoch wenig von dieser Verjüngung zu erwarten. Auch der aktuelle Parteivorsitzende Andreas Babler (50 Jahre) wurde bei dem Parteikonvent wiedergewählt.

Die EU-Wahlen seien „Hauptwahlen für die Sozialdemokratie“, weil die EU selbst ein sozialdemokratisches Projekt sei, betonte Babler.