EU und Asien befürworten neue Impulse für den Klimaschutz [DE]

Die Staats- und Regierungschefs 39 asiatischer und europäischer Staaten wollen neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen bringen. Sie machten jedoch keine klaren Zusagen für den Zeitraum nach 2012.

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Die Staats- und Regierungschefs 39 asiatischer und europäischer Staaten wollen neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen bringen. Sie machten jedoch keine klaren Zusagen für den Zeitraum nach 2012.

Die Staats- und Regierungschefs der europäischen und asiatischen Staaten, die am 6. ASEM-Treffen in Helsinki teilgenommen haben, haben am 11. September eine gemeinsame Erklärung zum Klimawandel abgegeben. Darin wird die ‚Notwendigkeit internationalen Handelns’ für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, die als ursächlich für die globale Erwärmung gelten, unterstrichen.

Nach Aussage der Staats- und Regierungschefs soll die Erklärung den Bemühungen, in den internationalen Klimaverhandlungen eine Einigung zu erreichen, einen Impuls für die Zeit nach 2012, wenn das Kyoto-Protokoll ausläuft, geben.

Auch wenn in der Erklärung keine klaren Zusagen gemacht werden, unterstützen die Staats- und Regierungschefs die UN-Konvention zum Klimawandel (UNFCCC) und das Kyoto-Protokoll, das ihrer Meinung nach geeignete internationale Rahmenbedingungen für den Kampf gegen den Klimawandel biete.

Es sei unerlässlich, dem Klimawandel durch internationale Kooperation, basierend auf dem Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeit und entsprechenden Fähigkeiten, entgegenzutreten, so die Politiker. Die Erklärung nimmt ein Kernelement des Kyoto-Protokolls auf, nach dem jeder Staat einen angemessenen und seiner industriellen Entwicklung entsprechenden Beitrag leisten muss. 

Zudem setzten sich die Staats- und Regierungschefs dafür ein, die Zusammenarbeit und Investitionen in saubere Technologien auf etwa 6, 3 Billionen Dollar bis 2030 aufzustocken. Gemäß der Erklärung werden die Staaten zusammenarbeiten, um die Entwicklung und den Einsatz CO2-armer Technologien zu fördern und den Einsatz umweltfreundlicher Verfahren in den ASEM-Entwicklungsländern voranzubringen.

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Technologien sei dabei entscheidend. Auch auf Wettbewerb basierende Mechanismen, wie der Emissionshandel, seien für diese Umstellung besonders geeignet, so die Staats- und Regierungschefs.