EU-Tourismusminister fordern eigenes Budget für ihren Sektor

Am Dienstag trafen sich die Tourismusminister der Europäischen Union zu einem informellen Treffen in Palma. Die spanische Staatssekretärin für Tourismus, Rosana Morillo, erklärte vor Beginn des Treffens, dass man versuche, „ein spezifisches Budget“ für den Sektor anzustoßen.

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„Ziel der Erklärung ist es, ein spezifisches Budget für Tourismusangelegenheiten innerhalb der Europäischen Union zu fordern und auch alle tourismuspolitischen Maßnahmen zu fördern und wiederzubeleben, die in den verschiedenen Staaten gemeinsam durchgeführt werden können“, erklärte Spaniens Staatssekretärin für Tourismus, Rosana Morillo, gegenüber den Medien. [Shutterstock/Novikov Aleksey]

Am Dienstag trafen sich die Tourismusminister der Europäischen Union zu einem informellen Treffen in Palma. Die spanische Staatssekretärin für Tourismus, Rosana Morillo, erklärte vor Beginn des Treffens, dass man versuche, „ein spezifisches Budget“ für den Sektor anzustoßen.

„Ziel der Erklärung ist es, ein spezifisches Budget für Tourismusangelegenheiten innerhalb der Europäischen Union zu fordern und auch alle tourismuspolitischen Maßnahmen zu fördern und wiederzubeleben, die in den verschiedenen Staaten gemeinsam durchgeführt werden können“, erklärte Morillo gegenüber den Medien.

Das Treffen mit dem Titel „Der Weg zur sozialen Nachhaltigkeit des Tourismus in der EU“ fand am Dienstag (31. Oktober) im Rahmen der spanischen Ratspräsidentschaft statt.

Das Treffen befasse sich mit der sozialen Nachhaltigkeit „im Sinne einer Verbesserung des Reichtums, den der Tourismus in der Region hinterlässt, wie das Gleichgewicht des Zusammenlebens zwischen Touristen und Einwohnern verbessert werden kann und wie der Tourismus einen positiven Einfluss auf die Region haben kann“, erklärte Morillo.

Weitere Themen sind die Qualität der Arbeitsplätze im Tourismus und die Verbesserung des Ansehens und des Rufs des Tourismussektors.

Das Treffen werde voraussichtlich mit der „Erklärung von Palma“ enden, deren Ziel es ist, „den Tourismus ganz oben auf die Tagesordnung der EU zu setzen“, so Morillo im Vorfeld. Mit einem speziellen Budget für den Tourismus innerhalb der Europäischen Union soll die Politik in diesem Bereich neu belebt werden.

Das Treffen fand in Palma statt, einer der touristischsten Städte Spaniens, was neben Beschäftigung und Wohlstand auch Nachteile für die Bewohner der Stadt mit sich gebracht hat, wie beispielsweise höhere Wohnungspreise und die Überbelegung von Stränden und Naturräumen.

Die österreichische Staatssekretärin für Tourismus, Susanne Kraus-Winkler, wies ihrerseits darauf hin, dass der Tourismus „ein sehr wichtiges und auch sensibles Ökosystem in Europa“ sei. Deshalb halte sie es für notwendig, sich mit den verschiedenen Visionen der „Nachhaltigkeit, der Digitalisierung und der Arbeitskräften“ auseinanderzusetzen.

Die bulgarische Ministerin Zaritsa Dinkova rief dazu auf, auf einen „nachhaltigeren, moderneren Tourismussektor [hinzuarbeiten], und das Schlüsselwort für alle ist Solidarität.“

Die Leiterin der Abteilung Tourismus im estnischen Ministerium für Wirtschaft und Kommunikation, Külli Kraner, betonte zuvor, dass das Treffen am Dienstag den „Austausch bewährter Praktiken zur Förderung eines nachhaltigeren, integrativeren und attraktiveren Tourismus“ ermöglichen werde.

„Um die Art und Weise, wie wir reisen, sowie das Produkt und das Angebot der Tourismusbranche zu verändern, müssen wir weiter gehen, was die Sensibilisierung, die Veränderung unserer Denkweise und neuer Fähigkeiten, aber auch Investitionen und innovative Lösungen betrifft, um so die Zukunft des Tourismus zu gestalten“, sagte sie.

Die italienische Ministerin für Tourismus, Daniela Garnero Santanchè, betonte ihrerseits die Bedeutung des Treffens und wie wichtig es sei, dass die EU angesichts der Bedeutung des Tourismus für den gesamten Kontinent „gemeinsame tourismuspolitische Maßnahmen ergreife.“

[Bearbeitet von F. Heller/Kjeld Neubert]