EU schließt Innovationslücke zu den USA [DE]
Nahezu alle EU-Mitgliedstaaten erleben derzeit ein rasanteres Wachstum ihrer Innovationskapazität als die USA. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie ist die EU somit im Begriff, den langjährigen Innovationsvorsprung der USA aufzuholen.
Nahezu alle EU-Mitgliedstaaten erleben derzeit ein rasanteres Wachstum ihrer Innovationskapazität als die USA. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie ist die EU somit im Begriff, den langjährigen Innovationsvorsprung der USA aufzuholen.
Auch wenn die Mehrzahl der Mitgliedstaaten im Hinblick auf die Innovationsleistung immer noch hinter den USA und Japan liegt, schließt sich diese Lücke immer mehr. Die Entwicklung wird durch das rasante Wachstum der Innovationsaktivitäten verschiedener EU-Mitgliedstaaten erklärt, unter anderem auf die Leistung Sloweniens, Tschechiens, Litauens, Portugals, Polens, Lettlands, Griechenlands, Zypern, Rumäniens und Bulgariens.
Der Fortschritt ist größtenteils auf die steigende Anzahl der Hochschulabgänger in den Fächern Naturwissenschaften und Maschinenbau, die verstärkte Nutzung von Handelsmarken und Entwicklungen, sowie die gestiegenen Beschäftigungszahlen in der Medium- und Hightech-Industrie zurückzuführen.
Die Rangliste wurde im Europäischen Innovationsanzeiger 2006 aufgeführt, der am 22. Februar 2007 veröffentlicht wurde und dazu dient, die Innovationsleistungen der EU-Mitgliedstaaten zu bewerten und zu vergleichen. Innovation zählt zu den Schlüsselelementen der Lissabonstrategie der Kommission für Wachstum und Beschäftigung.
Die Studie misst die Leistung der Länder anhand einer Reihe von Indikatoren. Zu diesen gehören die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien, Umfang des Hightech-Exportes und Möglichkeiten zur Kreditaufnahme bei Unternehmensgründungen. Nach diesen Indikatoren landen Schweden, Finnland, Dänemark, Deutschland, die Schweiz und Japan auf den Spitzenplätzen. Die USA, Großbritannien, Island, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Österreich und Irland folgen dicht dahinter.
Auf der anderen Seite scheinen Estland, Spanien, Italien, Malta, Ungarn, Kroatien und die Slowakei zu stagnieren. Ihr Wachstum liegt weit unter dem der Innovationsführenden und eher unter dem durchschnittlichen Wachstum.
Wichtige Bereiche, in denen Europa weiterhin zurückbleibt, sind Investitionen in IKT und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Der Zugang zu Breitband-Internet ist in Europa weiterhin deutlich geringer als in Japan oder den USA. Private Investitionen in Forschung und Entwicklung machen in Europa nur 1,2% des BIP aus, im Vergleich zu 1,9% in den USA und 2,4% in Japan.