EU-Razzien bei Container-Reedereien
Die EU-Wettbewerbshüter haben mehrere Reedereien wegen des Verdachts von Preisabsprachen ins Visier genommen.
Die EU-Wettbewerbshüter haben mehrere Reedereien wegen des Verdachts von Preisabsprachen ins Visier genommen.
Die weltgrößte Containerreederei A.P Moeller-Maersk teilte am Dienstag mit, die Kommission habe Büroräume durchsucht. Auch die französische Reederei CMA CGM und Hapag-Lloyd in Hamburg bestätigten Untersuchungen. Die Unternehmen erklärten, sie arbeiteten eng mit der EU-Kommission zusammen.
Die EU-Kartellwächter teilten mit, sie hätten bei Containerlinien in mehreren Mitgliedsstaaten unangekündigte Durchsuchungen durchgeführt. Die Kommission gehe dem Verdacht nach, dass die betroffenen Firmen gegen Wettbewerbsregeln verstoßen hätten.
Wie bei solchen Aktionen üblich, ließ die Behörde offen, welche Konzerne betroffen sind. Falls Verstöße festgestellt werden, drohen den Unternehmen Strafen von bis zu zehn Prozent ihrer Einnahmen.
Hapag-Lloyd erklärte, die EU-Kommission führe Untersuchungen durch, ob es nach Abschaffung der sogenannten Linienschifffahrts-Konferenzen Verstöße gegen EU-Regeln gegeben habe.
Im Einklang mit EU-Wettbewerbsregeln?
Bis 2008 hätten Reedereien bei solchen Konferenzen Kapazitäten und Preise abstimmen dürfen. Die vor einem Eignerwechsel stehende Hamburger Traditionsreederei betonte, sie sei überzeugt, im Einklang mit EU-Wettbewerbsregeln zu handeln.
Die EU-Kommission hatte vor kurzem europaweit bereits mehrere Lkw-Bauer unter dem Verdacht von Preisabsprachen durchsucht.
EURACTIV/rtr/dto
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Dokumente
EU-Kommission: Antitrust: Commission confirms unannounced inspections in the container liner shipping sector (17. Mai 2011)