EU-Programm für lebenslanges Lernen: Britisches Oberhaus fordert höheren Stellenwert von Erwachsenen

Der EU-Ausschuss des britischen Oberhauses vertritt in einem Bericht die Auffassung, dass Erwachsenenbildung im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen 2007-2013 einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Lissabon-Ziele leisten könnte. Der Ausschuss fordert die Kommission daher dazu auf, Erwachsenenbildung einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Der EU-Ausschuss des britischen Oberhauses vertritt in einem Bericht die Auffassung, dass Erwachsenenbildung im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen 2007-2013 einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Lissabon-Ziele leisten könnte. Der Ausschuss fordert die Kommission daher dazu auf, Erwachsenenbildung einen höheren Stellenwert einzuräumen.

In einem am 14. April veröffentlichten Bericht vertritt der EU-Ausschuss des britischen Oberhauses die Auffassung, dass das EU-Grundtvig-Programm für Erwachsenenbildung  eine „Bewährungsprobe“ für das Engagement der Kommission für lebenslanges Lernen sei.

Um diese Probe bestehen zu können, müssten Informations- und Kommunikationstechnologien in der Erwachsenenbildung besser in EU-Projekte integriert werden. Darüber hinaus müsse das Fernkursangebot (insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen) verbessert werden, damit mehr Erwachsene an den Projekten teilnehmen würden. 

Das Budget des Grundtvig-Programms müsse um 3 % aufgestockt werden, damit mehr für ältere Menschen getan werden könne. Außerdem unterstreicht der Bericht folgendes:

  • Der in Verbindung mit Projekten entstehende Verwaltungsaufwand sei die ‚Achillesferse’ des Grundtvig-Programms.
  • Die Kommission müsse sowohl qualitative als auch quantitative Beurteilungen der Nutzen und Schwächen sämtlicher Projekte in Zukunft systematischer vornehmen.
  • Weniger britische Studenten würden aufgrund mangelhafter Fremdsprachenkenntnisse im Rahmen des Erasmus-Programms in anderen europäischen Ländern studieren. Dies könnte Großbritanniens Position im europäischen Binnenmarkt langfristig beeinträchtigen.