EU-Parlamentspräsidentin zur Italien-Wahl: "Man kann nicht mit Extremisten arbeiten"
Pro-europäische politische Kräfte können nicht mit Extremisten zusammenarbeiten, die Europa ruinieren wollen, sagte Roberta Metsola, EU-Parlamentspräsidentin, am Mittwoch in einem Interview mit EURACTIV Italien und sendete damit eine klare Botschaft vor den bevorstehenden italienischen Wahlen am 25. September.
Pro-europäische politische Kräfte können nicht mit Extremisten zusammenarbeiten, die Europa ruinieren wollen, sagte Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, am Mittwoch in einem Interview mit EURACTIV Italien und sendete damit eine klare Botschaft vor den bevorstehenden italienischen Wahlen am 25. September.
Umfragen zufolge soll eine Koalition aus rechtsgerichteten und rechtsextremen Parteien die italienischen Wahlen gewinnen.
Giorgia Meloni (Brüder Italiens, EKR) führt eine Koalition mit der Lega von Matteo Salvini (ID-Fraktion im EU-Parlament) und der rechtsgerichteten Forza Italia (Europäische Volkspartei, EVP) von Silvio Berlusconi an.
Auf die Frage, ob sie sich ein mögliches Bündnis der EVP-Fraktion mit ID und EKR wie etwa in Italien vorstellen könne, antwortete Metsola: „Man kann nicht mit Extremisten zusammenarbeiten. Sie können nicht mit jenen zusammenarbeiten, die Europa zerstören wollen.“
Sehen Sie das Video-Interview unten:
“Con gli estremisti non si può lavorare”, afferma la presidente del Parlamento europeo Roberta Metsola. Qui l’intervista a @EP_President condotta da @EleonoraVasques per Euractiv Italia a #Strasburgo 📍 pic.twitter.com/mVCHbjiLpm
— Euractiv Italia (@EURACTIVItalia) September 14, 2022
Metsolas Aussage ist insofern von Bedeutung, als sie von der maltesischen Nationalistischen Partei (Partit Nazzjonalista), einem EVP-Mitglied, stammt.
Im Gegensatz dazu hat der EVP-Chef im EU-Parlament, Manfred Weber, die „rechte“ Koalition in Italien offen unterstützt und damit heftige Kritik von linken EU-Gesetzgebern auf sich gezogen.