EU-Mitgliedstaaten können Wachstums- und Beschäftigungsziele erreichen [DE]
Elf der größten Volkswirtschaften der EU seien auf dem besten Weg, die Ziele der Lissabon-Agenda zu erfüllen. Nur Österreich, Frankreich und Italien hätten Probleme, sie zu erreichen. Dies zeigte der 'European Growth and Jobs Monitor' von 2008.
Elf der größten Volkswirtschaften der EU seien auf dem besten Weg, die Ziele der Lissabon-Agenda zu erfüllen. Nur Österreich, Frankreich und Italien hätten Probleme, sie zu erreichen. Dies zeigte der ‚European Growth and Jobs Monitor‘ von 2008.
Finnland führt die Rangliste an und es wird gar erwartet, dass das Land die Lissabon-Ziele problemlos übertrifft, während sich Italien demgegenüber am Ende der Liste wiederfindet. Dies ist das Ergebnis einer Studie über die 14 führenden EU-Volkswirtschaften, die von der Allianz SE, einem führenden Finanzdienstleistungsanbieter, und dem Lisbon Counsil, einem Brüsseler Think Tank, durchgeführt wurde.
Zudem macht die Studie das Vereinigte Königreich und Deutschland als die Länder aus, die im Hinblick auf das Erreichen der Lissabon-Agenda den größten Fortschritt erzielen konnten. Die Lissabon-Agenda bewertet die Mitgliedstaaten der Union entsprechend des Wirtschafts- und Produktivitätswachstums, der Beschäftigung, des Humankapitals, zukunftsorientierter Investitionen und finanzieller Tragfähigkeit.
Elf Staaten haben gar ein größeres Produktivitätswachstum als die USA verzeichnen können. Laut der Studie sei dies zum Großteil auf hoch qualifizierte Arbeitskräfte zurückzuführen.
Während einer Rede im Lisbon Council sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso, dass ‚Lissabon funktioniere’. Man könne sich den Zielen zwischen 2008 und 2010 noch weiter annähern.
Barosso betonte, die sei der Grund, warum man von den EU-Staats- und Regierungschefs während des Frühjahrsgipfels erwarte, dass sie Qualifikationen ganz oben auf ihre Tagesordnung setzten. Sie sollten dazu beitragen, Millionen von Leben zu verändern, in dem sie ihre Bemühungen um weniger Schulabbrüche und bessere Leistungen verstärkten.
In einem Kapitel widmet sich die Studie weiterhin dem wirtschaftlichen Einfluss hoher Umweltstandards und nennt verbesserte Energieeffizienz als einen wichtigen Antriebsfaktor für künftiges Wachstum.
Hohe Umweltnormen stellten für die Wettbewerbsfähigkeit Europas keine Bremse dar, so Paul Hofheinz, Präsident des Lisbon Council. Im Gegenteil, diese Standards würden neue Märkte schaffen und innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, eine wahre globale Führungsrolle zu übernehmen, so Hofheinz weiter.
Zudem fördere eine verbesserte Energieeffizienz eine höhere Gesamtfaktorproduktivität, führe zu Wohlstand und neuen Arbeitsplätzen, erklärte Hofheinz.
Unterdessen forderten der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB), das Europäische Umweltbüro (EUB) und die Soziale Plattform gemeinsam – im Hinblick auf den bevorstehenden Europäischen Rat am 13. und 14. März 2008 – die Mitgliedstaaten auf, einen kohärenten politischen Ansatz anzunehmen, der den Zielen in den Bereichen Soziales, Beschäftigung und Umwelt eine gleiche Gewichtung gebe.
Energieeffiziente Investitionen von Haushalten mit niedrigem Einkommen sollten jedoch bevorzugt behandelt werden, so die gemeinsame Botschaft der Organisationen.
Die Bewertung der Lissabon-Strategie wird während des Europäischen Rates eine zentrale Rolle spielen.