EU-Kommission genehmigt Vorschüsse für GAP-Direktzahlungen

Die Europäische Kommission hat die Verlängerung vorläufiger Auszahlungen von EU-Geldern zur Einkommensstützung von Landwirt:innen und Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung genehmigt. Damit soll der Sektor angesichts der durch die Pandemie und die russische Invasion in der Ukraine verursachten Krise unterstützt werden. 

EFE Agro
epa08597017 Dust rises up as a farmer on a tractor harrows a field near Olm, Luxembourg, 11 August 2020. Luxembourg and large parts of Europe are currently experiencing a heat wave with temperatures reaching up to 35 degrees Celsius.  EPA-EFE/JULIEN WARNAND
Die Kommission hatte die Entscheidung damit begründet, dass die Landwirt:innen aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Krise in wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. [EPA-EFE/JULIEN WARNAND]

Die Europäische Kommission hat die Verlängerung vorläufiger Auszahlungen von EU-Geldern zur Einkommensstützung von Landwirt:innen und Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung genehmigt. Ziel ist es, den Sektor angesichts der durch die Pandemie und die russische Invasion in der Ukraine verursachten Krise zu unterstützen.

Dies geht aus einer Durchführungsverordnung der Kommission hervor, die am Donnerstag im Amtsblatt der Europäischen Union (EU) veröffentlicht wurde und die eine Abweichung von der Höhe dieser Zahlungen für das Jahr 2022 vorsieht.

Konkret können die EU-Länder im Rahmen der Verordnung vorläufige Zuschüsse in Höhe von bis zu 70 Prozent bestimmter Direktzahlungen und bis zu 85 Prozent der Fördermittel für die ländliche Entwicklung auszahlen.

Die Kommission hatte die Entscheidung damit begründet, dass die Landwirt:innen aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Krise in wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Um diese negativen Folgen abzumildern, wurde den Mitgliedstaaten gestattet, in den Jahren 2020 und 2021 höhere Vorschüsse an die Begünstigten zu zahlen.

Diese Ausnahmeregelung wird 2022 wieder in Kraft treten, da die Corona-Pandemie immer noch andauert und die prekäre wirtschaftliche Lage für die Landwirt:innen immer noch nicht überwunden ist, verstärkt durch die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine auf den europäischen Agrar- und Ernährungssektor.