EU-Kommission genehmigt Übernahme von Run:ai durch NVIDIA

Eine Übernahme des israelischen KI-Chip-Softwareunternehmens Run:ai durch den US-amerikanischen Chiphersteller NVIDIA, wurde durch die EU-Kommission bedingungslos genehmigt. Laut der Kommission geben es im Sektor nach wie vor ausreichend Wettbewerb.

EURACTIV.com
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NVIDIA hat eine beherrschende Stellung in der KI-Wertschöpfungskette. [[Shutterstock]]

Eine Übernahme des israelischen KI-Chip-Softwareunternehmens Run:ai durch den US-amerikanischen Chiphersteller NVIDIA, wurde durch die EU-Kommission bedingungslos genehmigt. Laut der Kommission geben es im Sektor nach wie vor ausreichend Wettbewerb.

Nachdem die italienische Wettbewerbsbehörde am 30. September einen Antrag bei der EU-Kommission gestellt hatte, leitete diese eine Untersuchung der Übernahme ein. Die Untersuchung wurde nun laut einer Pressemitteilung der Kommission am Freitag (20. Dezember) abgeschlossen.

Die geplante Übernahme „wirft auf keinem der untersuchten Märkte im EWR [Europäischen Wirtschaftsraum] oder in Italien wettbewerbsrechtliche Bedenken auf. Sie hat die Transaktion daher ohne Auflagen genehmigt“, lautet die Schlussfolgerung der Kommission.

NVIDIA hat eine beherrschende Stellung in der KI-Wertschöpfungskette, und die Kommission prüfte, ob das Unternehmen „die Kompatibilität zwischen seinen [KI-Chips] und der [KI-Chip-]Orchestrierungssoftware der Konkurrenten von Run:ai behindern“ und damit den Wettbewerb im Softwareteil der Wertschöpfungskette sabotieren könnte.

Obwohl keines der beiden Unternehmen in der EU ansässig ist, hat die Kommission die Übernahme dennoch geprüft, da sie „den Wettbewerb innerhalb des Hoheitsgebiets des/der Mitgliedstaats/Mitgliedstaaten erheblich zu beeinträchtigen drohte“.

„NVIDIA wird weder die technische Fähigkeit noch den Anreiz haben, die Kompatibilität seiner GPUs [Grafikprozessoren] mit konkurrierender GPU-Orchestrierungssoftware zu behindern, da Tools verfügbar sind und weit verbreitet eingesetzt werden, die eine solche Kompatibilität gewährleisten“, schrieb die Kommission.

Die Konkurrenten von Run:ai bestätigt die Annahme, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Sie sagten auch, dass Run:ai keine bedeutende Position auf dem Markt für Chip-Orchestrierungssoftware hat, sodass Verbraucher weiterhin Zugang zu „ausreichend glaubwürdigen Alternativen […] sowie die Möglichkeit haben werden, ihre GPU-Orchestrierungssoftware selbst zu erstellen.“

[Bearbeitet von Alice Taylor-Braçe/Kjeld Neubert]